Vieles geht heute schnell und gleicht sich an - das Handgemachte nicht. Dieser Blog ist ein Ort für das Echte, das Greifbare, das Eigene – für kleine Werke mit Charakter und die Gedanken, Reisen und Einfälle, aus denen sie entstehen. Dieser Blog ist für alle, die das Langsame, das Selbstgemachte und ein bisschen Magie im Alltag lieben.

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Schlagwort: Basteln

  • Halloween Deko basteln

    Halloween Deko basteln

    Spinne aus Pfeifenreiniger und Wolle

    Boo!
    Halloween steht vor der Tür!
    Du suchst noch die perfekte Party Deko für deine nächste Halloween-Party?
    In diesem Beitrag möchte ich dir eine Anleitung geben, wie du eine süße oder „gruselige“ Spinne aus Pfeifenreiniger und Wolle in nur 10 Minuten bastelst.

    Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie es geht und was du dafür brauchst.

    Materialien für die Spinne aus Pfeifenreiniger bzw. Pfeifenputzer

    Für die Spinne benötigst du nicht viel, aber vor allem Pfeifenreiniger. In Bayern sagt man auch Pfeifenputzer dazu. Außerdem brauchst du:

    • Ein Stück dicke Pappe (A5 oder A4)
    • Eine gute Bastelschere
    • Dicke Wolle in verschiedenen Farben
    • Farbigen Pfeifenreiniger (Pfeifenputzer)
    • Mindestens ein Paar Wackelaugen
    • Klebepistole

    Arbeitsaufwand: etwa 20 bis 30 Minuten pro Spinne.

    Legen wir los mit dem Basteln der Spinne aus Pfeifenreiniger

    Bevor es richtig losgeht, schneide dir aus der festen Pappe zunächst zwei Ringe aus. Die müssen nicht schön sein, aber eben so groß und rund, dass genug Platz ist, um die Wolle darum zu wickeln. Je größer die Ringe sind, desto größer wird die Spinne später. Für unsere Spinnen haben wir etwa zwei Ringe in Faustgröße zurechtgeschnitten, wie auf dem Bild zu sehen:

    Pfeifenreiniger Halloween Spinne - Pappring

    Nun basteln wir die Spinne! Lege die beiden Papp-Ringe aufeinander:

    Pfeifenreiniger Halloween Spinne - Pappring

    Wickel dann die Wolle gleichmäßig um die beiden Ringe. Je dicker du sie umwickelst, desto dichter wird das „Fell“ der Spinne. Ziehe die Wolle nicht zu fest an, da du sie sonst später schwerer durchschneiden kannst.

    Pfeifenreiniger Halloween Spinne - mit Wolle umwickeln

    Nachdem du die Pappe umwickelt hast, stecke 3-4 Pfeifenreiniger durch das Loch in der Mitte:

    Pfeifenreiniger Spinne - Beine durch ziehen

    Das sind die Beine der Spinne. Je mehr Pfeifenreiniger du nimmst, desto mehr Beine hat die Spinne. Nutzt du also 3 Pfeifenreiniger, so hat die Spinne 6 Beine, nutzt du 4 Pfeifenreiniger, so hat die Spinne 8 Beine, usw.

    Schneide anschließend die Wolle an den Außenkanten durch:

    Pfeifenreiniger Spinne für Halloween - wolle aufschneiden

    Nun sollten auch die beiden Papp-Ringe wieder zum Vorschein kommen. Diese werden wir nun im nächsten Schritt entfernen, sodass die Spinne sich frei entfalten kann.

    Dazu trennst du zunächst die beiden Papp-Ringe und bindest zwischen sie einen Faden. Dieser hält nun die Spinne und ihre Beine zusammen. Anschließend werden die beiden Papp-Ringe vorsichtig über die Spinne gezogen, damit sie nicht kaputtgehen – denn wir brauchen sie ja noch für die weiteren Spinnen. 🙂

    Ich habe das Ganze hier mal bildlich dargestellt:

    Pfeifenreiniger Spinne - Pappe-abziehen

    So sollte deine Spinne jetzt also schon mal aussehen:

    Pfeifenreiniger Spinne Zwischen-ergebnis

    Nun kommen noch ein paar Schönheitskorrekturen

    Die Fransen abschneiden und die Beine zurechtbiegen.

    Pfeifenreiniger Spinne basteln - Schönheitskorrekturen
    Pfeifenreiniger Spinne - Beine biegen

    Zum Schluss klebst du mithilfe der Klebepistole die Augen an die Spinne und schon ist sie fertig!

    Spinne Pfeifenreiniger - Hallowenn

    Die Ergebnisse können sich sehen lassen und mein kleiner Neffe liebt sie auch! 🙂

    Wenn du Fragen oder Anregungen zu dieser Anleitung hast, dann hinterlasse einen Kommentar! Ansonsten freue ich mich, wenn dir die Anleitung gefällt und auch bald bei dir süße, kleine und große Pfeifenreiniger-Spinnen hausen. 🙂

    spinne Pfeifenreiniger - final
  • Abschied vom Schnuller – und eine Fee, die über Nacht entstand

    Abschied vom Schnuller – und eine Fee, die über Nacht entstand

    Die Geschichte mit dem Schnuller war für uns sehr langwierig.
    Eigentlich wollte ich, dass meine Tochter ihn schon mit zwei Jahren abgibt. Wir haben wirklich alles versucht: den Schnullerbaum, das Abgeben an den Weihnachtsmann, oder an den Osterhasen… nichts davon hat funktioniert. Irgendwann hatte ich das Buch „Hallo, kleine Schnullerfee“ von Ravensburger gekauft und las es ihr immer wieder vor – die Geschichte von der Fee Lulu, die dem kleinen Mats hilft, auch ohne Schnuller einzuschlafen.

    Hallo, kleine Schnullerfee

    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es das Buch war, das den Ausschlag gab, um den Schnuller abzugeben. Sie hat das Nuckeln einfach nach und nach reduziert, weil sie älter wurde. Irgendwann brauchte sie den Schnuller nur noch nachts, manchmal wirklich nur zum Einschlafen.

    Und dann, vor ein paar Wochen, wollte sie das Buch wieder ganz intensiv vorgelesen bekommen. Mittendrin sagte sie plötzlich, dass sie auch möchte, dass die Schnullerfee zu ihr kommt und ihr ein Geschenk bringt. Ich sagte ihr, sie solle mir einfach Bescheid geben, wenn sie so weit ist. Ein paar Tage hörte ich nichts. Und dann, an einem ganz normalen Abend, war es plötzlich so weit: Heute, hatte sie gesagt, heute gebe ich alle drei verbliebenen Nuckel ab. Und weil es drei Schnuller sind, möchte sie auch drei Geschenke.
    Da wollte ich gar nicht diskutieren – das fand ich nur fair. Es gab nur ein kleines Problem: Ich hatte bloß zwei kleine Geschenke daheim. Für das dritte musste ich mir also über den Abend hin etwas überlegen.

    Wenn die Idee einmal da ist, muss sie sofort umgesetzt werden

    Und genau in diesem Moment passierte das, was bei mir eigentlich immer passiert: Mir schwirrten sofort die Ideen durch den Kopf: Ich könnte doch eine kleine Lulu basteln – die Schnullerfee aus ihrem Buch, in Miniatur. Ein bisschen nervös war ich schon, denn die Zeit war knapp. Also sorgte ich dafür, dass meine Tochter zeitig ins Bett kam, und gegen acht Uhr abends setzte ich mich an den Tisch.

    Material hatte ich zum Glück alles da: Filz, Pfeifenreiniger, eine Holzkugel, Nadel und Faden… Ich wusste ziemlich genau, wie ich sie bauen wollte. Nur die Flügel machten mir zu schaffen. Erst versuchte ich es mit Papier, aber das wollte nicht gelingen. Also googelte ich – und stieß auf Instagram auf eine schöne Idee mit Frischhaltefolie und Föhn. Eigentlich war die für große Feenflügel an Kostümen gedacht, gemacht mit Draht und Folie. Ich musste es für meine kleine Lulu abwandeln: Ich schnitt die Flügel aus Papier aus, bemalte sie bunt, streute Glitzer drüber (ganz wichtig!), wickelte Frischhaltefolie darüber und schmolz sie mit dem Föhn so an, dass sie fest wurde. Das Ergebnis war, ehrlich gesagt, eher mäßig. Aber im Gesamtbild fiel das nicht weiter auf. Nach etwa zweieinhalb Stunden war meine kleine Lulu fertig.

    Schnullerfee selsbt gebastelt
    Schnullerfee selsbt gebastelt

    Der Morgen danach

    Am nächsten Morgen kam der Moment, für den ich das alles gemacht hatte. Meine Tochter fand ihre drei Geschenke – und sie erkannte die kleine Fee sofort. Lulu! Sie war restlos begeistert und hat keine Sekunde daran gezweifelt, dass die Fee aus ihrem Buch sie tatsächlich besucht hatte. Den ganzen Morgen spielte sie mit ihrer Miniatur-Lulu, und sie wünschte sich sogar, dass ich die Fee am Nachmittag mitbringe, wenn ich sie von der Kita abhole.

    Genau dieses Gesicht – das war der Grund, warum ich mich abends noch hingesetzt hatte. Ich hätte es einfacher haben können, klar, aber ich wollte ihr diese Freude machen, ich wollte sehen, wie sie strahlt, wenn plötzlich eine kleine Lulu in ihrer Geschenkbox liegt.

    Und wenn ich ehrlich bin, ist das ziemlich typisch für mich: Ich bin schnell für eine Idee zu begeistern und muss sie dann auch sofort umsetzen – sonst verliere ich das Interesse wieder. Diese Eigenschaft sorgt zu Hause durchaus für das eine oder andere unvollendete Projekt. Aber in dieser Nacht hat sie etwas Schönes hervorgebracht: einen kleinen Zauber, der genau im richtigen Moment fertig wurde. Und ich war ein bisschen stolz auf mich, dass es (fast) so geworden ist, wie ich es mir ausgemalt hatte.

    Ich hoffe, dir hat diese kleine Geschichte gefallen. Vielleicht dient sie dir als Inspiration für deine eigenen kleinen spontanen Projekte, vielleicht zaubert sie dir auch einfach nur ein Lächeln in Gesicht … was es auch ist, ich freue mich, dass ich dir davon berichten konnte. 🙂