Wer hat sie nicht im Schrank – alte T-Shirts, Blusen oder Bettlaken! Daraus lassen sich ganz wunderbare „neue“ Dinge machen. Ich stehe total auf Upcycling und schaue mich gern zu Hause um, was ich aus alten Sachen noch zaubern kann. Und so entstand die Idee, einen Brotkorb zu nähen – aus Stoffresten.
Wie einfach das geht und was du alles dafür brauchst, zeige ich dir hier.

Material
Zunächst brauchst du zwei bis drei alte T-Shirts, Gardinen, Laken, Blusen – oder was auch immer bei dir im Schrank nur noch Platz wegnimmt. Auch Stoffreste von vorherigen Nähprojekten funktionieren. Wichtig ist nur, dass der Stoff locker zu drehen ist und nicht zu fest oder zu hart.
Die Stoffe dürfen gern bunt sein, Muster haben und auch schon kaputt sein.

Außerdem brauchst du:
- Eine Nähmaschine
- Buntes Nähgarn
- Eine Schere
- Stecknadeln
- Eventuell ein Bügeleisen
Arbeitsaufwand: Je nachdem wie schnell du mit deiner Nähmaschine bist, brauchst du für den Brotkorb etwa eine Stunde.
Brotkorb nähen aus Stoffresten – so geht’s
1. Stoff zuschneiden
Schneide deine Stoffe in gleich breite Streifen von etwa 4 bis 6 cm Breite. Je breiter die Streifen und je dicker der Stoff, desto dicker wird dein Brotkorb.

Die Streifen dürfen ruhig fransig sein und auch kleine Löcher haben. Je mehr unterschiedliche Stofffarben du nimmst, desto bunter wird der Korb. Überleg dir vorher schon mal, in welcher Reihenfolge du die Streifen verwenden willst, damit ein schönes Muster entsteht.

2. Die Schnecke drehen
Damit der Brotkorb einen guten Stand und Halt hat, drehst du zunächst von Hand eine Schnecke ein und steckst sie mit Stecknadeln fest. Das wird der Boden deines Körbchens.

Geh dann an die Nähmaschine und wähle einen Zickzackstich. Nähe zunächst ein Kreuz über die Stoffschnecke und weite es dann zu einem Stern aus – das stabilisiert den Boden.

Die Stecknadeln steckst du seitlich hinein, dann kannst du einfach mit der Nähmaschine drüber nähen. Falls sich die Schnecke nach innen oder außen biegt, bügelst du einfach kurz drüber – so wird sie schön flach und bleibt gerade.

3. Den Korb hochnähen
Jetzt hast du den Boden vorbereitet. Drehe nun die Stoffreste im Uhrzeigersinn zu einer Kordel ein und befestige immer ein kleines Stück der Kordel mit einer Stecknadel an der Schnecke.
Wähle an deiner Nähmaschine einen breiten Zickzackstich. Falls er zu schmal ist, kannst du die Stichbreite zusätzlich einstellen. Achte darauf, am Anfang und am Ende die Naht zu vernähen – also immer ein kleines Stückchen zurück und wieder vor.
Nähe die Kordel an die Schnecke an und drehe sie dabei immer weiter. Je größer die Schnecke wird, desto einfacher geht das.

Wenn eine Kordel zu Ende ist, drehst du einfach eine neue in die vorherige ein und befestigst beides mit einer Stecknadel an der Schnecke. So rutscht nichts raus und du kannst ohne Unterbrechung weiternähen.
Hier nochmal alle Schritte veranschaulicht:

4. Henkel annähen
Dein Brotkorb ist fast fertig. Wenn du möchtest, nähst du jetzt noch zwei Henkel dran. Dafür drehst du die Kordel einfach weiter, befestigst sie aber nicht an der Schnecke, sondern nähst sie zunächst nur mit einem Zickzackstich zusammen. Wenn der Henkel lang genug ist, nähst du das Ende wieder an die Schnecke an und machst normal weiter.

5. Säubern
Es kann passieren, dass nicht alles gleichmäßig zusammengenäht ist und kleine Lücken im Körbchen sind. Kein Problem – einfach nochmal mit einem Zickzackstich drübernähen. Das fällt nachher gar nicht mehr auf.

Und fertig ist dein Brotkorb aus alten Stoffresten! Das Prinzip ist einfach und du hast aus alten Sachen etwas Neues geschaffen, das du täglich benutzen kannst. 🙂

Wenn du Fragen, Anregungen oder Kritik hast, hinterlass mir gern einen Kommentar.







































































