Vieles geht heute schnell und gleicht sich an - das Handgemachte nicht. Dieser Blog ist ein Ort für das Echte, das Greifbare, das Eigene – für kleine Werke mit Charakter und die Gedanken, Reisen und Einfälle, aus denen sie entstehen. Dieser Blog ist für alle, die das Langsame, das Selbstgemachte und ein bisschen Magie im Alltag lieben.

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Webrahmen selber bauen – 2 Anleitungen

Mit einem Webrahmen lassen sich – je nach Größe – ziemlich schnell schöne Wandbehänge, kleine Deko-Teppiche, Armbänder oder andere kleine Schmuckstücke erstellen.

Durch meine Stickerei-Projekte bin ich sehr oft auf Instagram unterwegs und folge dort vielen Künstlerinnen und Künstlern, die sich aufs Weben von Deko spezialisiert haben. Da Weben aber nicht zu meinen Hauptbeschäftigungen gehört und ich nur ab und zu etwas Kleineres weben möchte, wollte ich mir keinen teuren Webrahmen kaufen. Also habe ich mir überlegt, einfach selbst einen zu bauen. Und weil ich, wenn ich Feuer gefangen habe, meist nicht bei einem bleibe, sind es gleich zwei geworden. 😉

Inspiriert hat mich dabei Eni von yeah-handmade.de mit ihrem Perlenwebrahmen. Beim Bauen bin ich dann aber etwas anders vorgegangen – und genau das möchte ich dir hier zeigen.

Webrahmen selber bauen aus Pappe

Einen Webrahmen aus Pappe zu bauen ist wohl die einfachste Variante. Alles, was du dafür brauchst, ist ein Stück Pappe, Garn, eine große Sticknadel und natürlich eine Schere. Der Rahmen ist in etwa 5 Minuten gebastelt.

Schneide dir zunächst aus einem Karton ein Stück Pappe zurecht und knicke es rechts und links jeweils ca. 3 bis 5 cm nach oben:

Ein Stück Pappe

Um die Seiten zu fixieren, verbindest du sie jeweils mit einem Faden. Dafür stichst du mit der Sticknadel in die Enden ein, ziehst den Faden durch, führst ihn zur anderen Seite und verbindest ihn wieder mit der Ausgangsseite. Hier bildlich dargestellt:

Faden durchziehen und Seiten verbinden

Nun schneidest du entlang der Seiten mit der Schere die – etwa im Abstand von 3 bis 4 mm. Je mehr Rillen du hast, desto feingliedriger kann dein Webprojekt werden.

Rillen für die Webfäden einschneiden

Spanne anschließend ein langes Garn zwischen den Rillen hin und her – also von rechts nach links und wieder zurück. Und dann kannst du auch schon anfangen zu weben.

Langes Garn zwischen den Rillen spannen und weben

Webrahmen selber bauen aus Modelliermasse

Die zweite Variante, die ich dir vorstellen möchte, ist ein Webrahmen aus Modelliermasse.

Dafür brauchst du:

  • Lufthärtende Modelliermasse (ich persönlich bevorzuge die Do & Dry von Creall)
  • Kleine, aber längliche Nägel – ca. 12 bis 18 Stück (je nachdem, wie breit dein Webprojekt werden soll)
  • Modellierwerkzeug oder ein Messer, das du ausschließlich zum Basteln verwendest
  • Ein flaches Lineal oder einen anderen flachen Gegenstand, mit dem du die Modelliermasse platt drücken kannst
Materiell für den Webrahmen mit Modelliermasse

Arbeitsaufwand: Das Basteln geht relativ schnell (ca. 15 Minuten). Dazu kommt das Trocknen der Modelliermasse für etwa 2 Tage.

So geht’s

Forme zunächst mit den Händen eine längliche Form aus der Modelliermasse. Wenn sie lang genug ist (zum Beispiel für ein Armband), drückst du sie mit einem flachen Gegenstand wie einem Lineal platt, sodass sie nur noch 5 bis 6 mm dick ist. Anschließend schneidest du die Form mit einem Messer oder Modellierwerkzeug zu einem geraden Rechteck zurecht. Hier alle Schritte bildlich:

Modelliermasse formen, platt drücken und zuschneiden

Die kurzen Enden kannst du danach noch einmal leicht einrollen, sodass der Rahmen an diesen Stellen etwas nach oben steht – so haben die Nägel später besseren Halt:

So sieht es dann von der anderen Seite aus:

Nun nimmst du dir die Nägel zur Hand. Überlege, wie viele du einstechen möchtest – ich habe pro Seite sechs bis acht Nägel verwendet. Drücke sie so nah wie möglich nebeneinander in die Enden der Form. Achte darauf, dass sie gerade sitzen und nicht schräg, und dass der Abstand zueinander gleichmäßig ist.

Das Gleiche machst du auf der anderen Seite. Anschließend lässt du deinen Webrahmen 1 bis 2 Tage trocknen. Nach einem Tag kannst du ihn einmal umdrehen, damit er gleichmäßig durchtrocknet.

Und schon ist auch dieser Webrahmen aus Modelliermasse fertig:

Damit lassen sich zum Beispiel hübsche Armbänder oder kleine Webteppiche zaubern. Besonders gern mag ich daraus kleine Deko-Anhänger – etwa als Schmuck für die Türklinke. Und auch fürs Kinderzimmer sind sie wunderbar: ein Mini-Webteppich als Deko oder sogar als kleines Stück für die Puppenstube.

Ich hoffe, dir haben diese beiden Anleitungen zum Webrahmen-Selberbauen gefallen. Wenn du Fragen oder Anregungen hast, hinterlass mir gern einen Kommentar.

Hast du Lust einzigartikel Schmuck zu erstellen, dann schau mal hier:

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