Vieles geht heute schnell und gleicht sich an - das Handgemachte nicht. Dieser Blog ist ein Ort für das Echte, das Greifbare, das Eigene – für kleine Werke mit Charakter und die Gedanken, Reisen und Einfälle, aus denen sie entstehen. Dieser Blog ist für alle, die das Langsame, das Selbstgemachte und ein bisschen Magie im Alltag lieben.

Letzte Beiträge:


Autor: Judith Wunschik

  • Abschied vom Schnuller – und eine Fee, die über Nacht entstand

    Abschied vom Schnuller – und eine Fee, die über Nacht entstand

    Die Geschichte mit dem Schnuller war für uns sehr langwierig.
    Eigentlich wollte ich, dass meine Tochter ihn schon mit zwei Jahren abgibt. Wir haben wirklich alles versucht: den Schnullerbaum, das Abgeben an den Weihnachtsmann, oder an den Osterhasen… nichts davon hat funktioniert. Irgendwann hatte ich das Buch „Hallo, kleine Schnullerfee“ von Ravensburger gekauft und las es ihr immer wieder vor – die Geschichte von der Fee Lulu, die dem kleinen Mats hilft, auch ohne Schnuller einzuschlafen.

    Hallo, kleine Schnullerfee

    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es das Buch war, das den Ausschlag gab, um den Schnuller abzugeben. Sie hat das Nuckeln einfach nach und nach reduziert, weil sie älter wurde. Irgendwann brauchte sie den Schnuller nur noch nachts, manchmal wirklich nur zum Einschlafen.

    Und dann, vor ein paar Wochen, wollte sie das Buch wieder ganz intensiv vorgelesen bekommen. Mittendrin sagte sie plötzlich, dass sie auch möchte, dass die Schnullerfee zu ihr kommt und ihr ein Geschenk bringt. Ich sagte ihr, sie solle mir einfach Bescheid geben, wenn sie so weit ist. Ein paar Tage hörte ich nichts. Und dann, an einem ganz normalen Abend, war es plötzlich so weit: Heute, hatte sie gesagt, heute gebe ich alle drei verbliebenen Nuckel ab. Und weil es drei Schnuller sind, möchte sie auch drei Geschenke.
    Da wollte ich gar nicht diskutieren – das fand ich nur fair. Es gab nur ein kleines Problem: Ich hatte bloß zwei kleine Geschenke daheim. Für das dritte musste ich mir also über den Abend hin etwas überlegen.

    Wenn die Idee einmal da ist, muss sie sofort umgesetzt werden

    Und genau in diesem Moment passierte das, was bei mir eigentlich immer passiert: Mir schwirrten sofort die Ideen durch den Kopf: Ich könnte doch eine kleine Lulu basteln – die Schnullerfee aus ihrem Buch, in Miniatur. Ein bisschen nervös war ich schon, denn die Zeit war knapp. Also sorgte ich dafür, dass meine Tochter zeitig ins Bett kam, und gegen acht Uhr abends setzte ich mich an den Tisch.

    Material hatte ich zum Glück alles da: Filz, Pfeifenreiniger, eine Holzkugel, Nadel und Faden… Ich wusste ziemlich genau, wie ich sie bauen wollte. Nur die Flügel machten mir zu schaffen. Erst versuchte ich es mit Papier, aber das wollte nicht gelingen. Also googelte ich – und stieß auf Instagram auf eine schöne Idee mit Frischhaltefolie und Föhn. Eigentlich war die für große Feenflügel an Kostümen gedacht, gemacht mit Draht und Folie. Ich musste es für meine kleine Lulu abwandeln: Ich schnitt die Flügel aus Papier aus, bemalte sie bunt, streute Glitzer drüber (ganz wichtig!), wickelte Frischhaltefolie darüber und schmolz sie mit dem Föhn so an, dass sie fest wurde. Das Ergebnis war, ehrlich gesagt, eher mäßig. Aber im Gesamtbild fiel das nicht weiter auf. Nach etwa zweieinhalb Stunden war meine kleine Lulu fertig.

    Schnullerfee selsbt gebastelt
    Schnullerfee selsbt gebastelt

    Der Morgen danach

    Am nächsten Morgen kam der Moment, für den ich das alles gemacht hatte. Meine Tochter fand ihre drei Geschenke – und sie erkannte die kleine Fee sofort. Lulu! Sie war restlos begeistert und hat keine Sekunde daran gezweifelt, dass die Fee aus ihrem Buch sie tatsächlich besucht hatte. Den ganzen Morgen spielte sie mit ihrer Miniatur-Lulu, und sie wünschte sich sogar, dass ich die Fee am Nachmittag mitbringe, wenn ich sie von der Kita abhole.

    Genau dieses Gesicht – das war der Grund, warum ich mich abends noch hingesetzt hatte. Ich hätte es einfacher haben können, klar, aber ich wollte ihr diese Freude machen, ich wollte sehen, wie sie strahlt, wenn plötzlich eine kleine Lulu in ihrer Geschenkbox liegt.

    Und wenn ich ehrlich bin, ist das ziemlich typisch für mich: Ich bin schnell für eine Idee zu begeistern und muss sie dann auch sofort umsetzen – sonst verliere ich das Interesse wieder. Diese Eigenschaft sorgt zu Hause durchaus für das eine oder andere unvollendete Projekt. Aber in dieser Nacht hat sie etwas Schönes hervorgebracht: einen kleinen Zauber, der genau im richtigen Moment fertig wurde. Und ich war ein bisschen stolz auf mich, dass es (fast) so geworden ist, wie ich es mir ausgemalt hatte.

    Ich hoffe, dir hat diese kleine Geschichte gefallen. Vielleicht dient sie dir als Inspiration für deine eigenen kleinen spontanen Projekte, vielleicht zaubert sie dir auch einfach nur ein Lächeln in Gesicht … was es auch ist, ich freue mich, dass ich dir davon berichten konnte. 🙂

  • Sticktechnik Wickelstich lernen

    Sticktechnik Wickelstich lernen

    Für tierisch süße Locken

    Vor einigen Jahren unternahm ich einen Roadtrip durch Island. Unterwegs habe ich unter anderem ein süßes Schaf-Pärchen fotografiert – diese zwei wolligen Gesellen haben es mir sofort angetan.

    Schafe auf Island

    Neulich habe ich die beiden dann nachgestickt, mithilfe eines sogenannten Wickelstichs. Und das ist dabei herausgekommen:

    Wickelstich fertig

    Sieht schön flauschig aus, oder? Genau dafür ist dieser Stich nämlich perfekt. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du den Wickelstich (englisch: Bullion Knot) selbst hinbekommst. Keine Sorge – wenn du den Dreh einmal raushast, ist er gar nicht so schwer. Es kommt nur auf die richtige Technik an.

    Wie der Wickelstich funktioniert

    Das Wichtigste zuerst: Dein Faden sollte großzügig lang sein, denn er wird gleich mehrfach um die Nadel gewickelt. Wie lang du den Stich am Ende machst, bleibt dir überlassen – außer der Länge deiner Nadel sind dir da kaum Grenzen gesetzt.

    So gehst du vor: Mach zunächst einen Knoten ans Fadenende. Dann stichst du an der Stelle aus, an der der Wickelstich enden soll (A) – nicht dort, wo er anfängt. Anschließend stichst du an der Stelle ein, an der er beginnen soll (B), und kommst direkt wieder in der Nähe von A heraus (C). Die Nadel ziehst du dabei aber noch nicht ganz durch. Jetzt wickelst du den Faden so oft um die Nadel, wie dein Wickelstich lang werden soll (D).

    Wickelstich -Anleitung

    Hast du die gewünschte Länge erreicht, ziehst du die Nadel vollständig durch. Jetzt ist ein wenig Zuppeln und Ziehen angesagt: Rücke den Faden so zurecht, dass am Ende eine gleichmäßige, saubere Wicklung entsteht.

    Zum Schluss stichst du direkt neben B ein, um den Wickelstich zu fixieren. Und das war’s auch schon – fertig ist dein Wickelstich!

    Wickelstich -Anleitung

    Falls dir die Bilder-Anleitung an einer Stelle unklar ist, habe ich den Wickelstich auch noch einmal in einem kurzen Video festgehalten:

    Wofür sich der Wickelstich eignet

    Wie du an meinen Schafen siehst, ist dieser Stich ideal für alles Flauschige und Lockige: Schafsfell, Haare und Locken, aber auch Dinge wie die Rohrkolben von Schilfgras. Wenn du ihn einmal beherrschst, kannst du deinen Werken einen wunderbar plastischen, dreidimensionalen Effekt geben.

    Ein kleiner Trick für noch mehr Lockigkeit: Wickle den Faden länger, als die eigentliche Stichlänge ist. Dann dreht sich die „Locke“ stärker in sich – und wirkt noch verspielter.

    Schön kombinieren lässt sich der Wickelstich übrigens mit französischen Knoten dazwischen – das gibt dem Ganzen noch mal einen besonderen Touch.

    Ich hoffe, die Anleitung hilft dir weiter! Wenn du Fragen oder Anregungen hast, hinterlass mir gern einen Kommentar.

    Lust, den Wickelstich gleich auszuprobieren?

    Wenn du den Stich an einem richtigen Projekt anwenden möchtest, habe ich genau das Richtige: ein Stickbild vom Mount Cook in Neuseeland, bei dem der Wickelstich für die Vegetation zum Einsatz kommt. Das vollständige Stickmuster mit Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier in meinen Anleitungen von Crazy-Patterns 

    Mount Cook Stickerei

  • Makramee Untersetzer knüpfen

    Makramee Untersetzer knüpfen

    In diesem Beitrag zeige ich dir eine wirklich schöne Idee für selbstgemachte Makramee-Untersetzer. Sie sind gar nicht schwer zu knüpfen und auch noch richtig schnell fertig.

    Fertiger Makramee Untersetzer

    Die Idee stammt nicht von mir – deshalb verweise ich dich für die vollständige Anleitung an die Urheberin: Die liebe Eni von yeah-handmade.de hat sich die Mühe gemacht und eine super schöne Anleitung für diese Makramee Untersetzer auf ihrem Instagram Kanal veröffentlicht. Du findest die komplette Anleitung dort unter den Story Highlights unter „Untersetzer“.

    Ich zeige dir hier aber ein paar Bilder, das grundsätzliche Vorgehen und welche Materialien du brauchst. Legen wir los! 🤗

    Diese Materialien brauchst du

    Die Materialliste ist angenehm kurz. Im Grunde brauchst du nur Makramee-Garn in deiner Wunschfarbe – ich habe hier ein schlichtes Beige verwendet.

    Makramee Untersetzer - Diese Materialien brauchst du

    Dazu kommen ein paar Hilfsmittel:

    • Eine Schere
    • Ein Maßband zum Abmessen der Fäden
    • Eine Stecknadel
    • Einen Korkuntersetzer, um das Werk darauf festzustecken
    • Eine Makramee-Bürste oder einen feingliedrigen Kamm

    Arbeitsaufwand: Wenn du in einem Rutsch durchknüpfst, bist du pro Untersetzer in etwa 30 bis 40 Minuten fertig.

    So wird geknüpft

    Die komplette Anleitung findest du, wie oben bereits erwähnt, auf dem Instagram Kanal von yeah-handmade.
    Hier gebe ich dir nur das grobe Prinzip an die Hand:

    Zuerst schneidest du dir die Fäden zurecht. Du brauchst zu Beginn 5 Fäden à 50 cm und einen langen Faden von 2 m.

    Garn vorbereiten für den Makramee Untersetzer

    Den langen Faden legst du so zurecht, dass das eine Ende 50 cm und das andere 1,5 m misst. An diesem langen Faden knüpfst du nun die fünf kürzeren an, sodass du insgesamt zehn Fäden erhältst.

    Fäden befestigen für den Untersetzer aus Makramee Fäden

    Das längere Stück (1,5 m) wird zum sogenannten Trägerfaden.

    Jetzt steckst du den langen Faden (zusammen mit dem kürzeren Ende) durch das entstandene Loch und ziehst alles zu einem Kreis zusammen:

    zu einem Kreis zusammenziehen - Makramee Untersetzer knüpfen

    Den Makramee-Kreis steckst du anschließend mit einer Stecknadel in der Mitte des Korkuntersetzers fest – so lässt es sich deutlich leichter knüpfen.

    Nun knüpfst du die zehn Fäden der Reihe nach in Schlaufen an den Trägerfaden – pro Faden zweimal um den Trägerfaden herum, und zwar so, dass sie direkt am Kreis anliegen:

    Fäden der Reihe nach in Schlaufen an den Trägerfaden knüpfen

    Das ist auch schon das ganze Prinzip. Falls du beim Knüpfen unsicher bist, schau dir am besten Enis Story an – dort siehst du jeden Schritt bildlich.

    Sollte zwischen zwei Fäden einmal eine zu große Lücke entstehen, knüpfst du einfach einen weiteren Faden in der Länge des Vorgängers an den Trägerfaden dazu. Das passiert öfter, also halte genug Makramee-Garn bereit.

    Wenn der Trägerfaden zu Ende ist, ist dein Untersetzer fast fertig. Jetzt kommt der Feinschliff: Trenne alle hängenden Fäden mit den Fingern auf, sodass viele kleine Einzelfäden entstehen. Diese schneidest du rund um den Kreis gleichmäßig ab – etwa 3 bis 4 cm. Zum Schluss kämmst oder bürstest du die Fäden schön glatt.

    Makramee Untersetzer knüpfen - der Feinschliff

    Und fertig ist dein Makramee-Untersetzer!

    Viel Spaß beim Knüpfen! 😊

  • Der Besuch des Taj Mahal

    Der Besuch des Taj Mahal

    Und wie es mich eines Besseren belehrt hatte

    Taj Mahal Original

    Ich gebe es gleich zu Anfang zu: Ich wollte eigentlich gar nicht zum Taj Mahal. Das hat mich vorher irgendwie nie interessiert. Zu überlaufen, zu gehypt, dachte ich. So ein Ort, von dem alle schwärmen und vor dem sich Tausende für dasselbe Foto drängen – darauf hatte ich echt keine Lust. Also hatte ich mir innerlich schon zugesichert, dass ich enttäuscht sein werde. Offen gesagt war das ziemlich überheblich von mir.

    Diese Überheblichkeit hatte an dem Tag sogar ein Gesicht. Eine junge Inderin fragte mich freundlich, ob sie mit ihren beiden Freundinnen ein Foto mit mir machen dürfe. In Indien werden hellhäutige Menschen oft als etwas Exotisches angesehen. Schon vorher wurde ich gefragt, ob man mit mir ein Foto machen könne. Oder man wird beobachtet und angelächelt. Mich hat das an diesem Tag nur genervt und ich habe abgelehnt. Im Nachhinein schäme ich mich ein wenig dafür, dass ich so arrogant und überheblich war.

    Die Wendung – Ich vergesse dich nie

    Und dann kam der Moment, in dem das Taj Mahal mich langsam umgestimmt hat. Nicht mit seiner Größe, sondern eher mit seiner Geschichte. Ich erfuhr, dass der Großmogul Shah Jahan dieses Monument im 17. Jahrhundert für seine verstorbene Lieblingsfrau Mumtaz Mahal errichten ließ – als steinernen, unsterblichen Liebesbeweis. Der ganze Bau, komplett aus weißem Marmor, ist im Grunde ein gebautes „Ich vergesse dich nie“. Je länger ich darüber nachdachte, desto kleiner wurde meine anfängliche Arroganz.

    Auch der Besuch selbst hatte etwas, das ich nicht erwartet hatte. Man läuft nicht einfach hinein und wild umher. Bevor man das Taj Mahal betritt, zieht man blaue Plastiküberzieher über die Schuhe, und dann wird man auf einem festgelegten Weg durch das Bauwerk geleitet. Alle Besucher gehen denselben Weg. Es erinnerte mich daran, wie man durch einen indischen Tempel geführt wird. Diese Ehrfurcht, die in diesem geordneten Ablauf steckt, hat etwas mit mir gemacht. Man bummelt hier nicht, man wird Teil eines stillen Stroms von Menschen.

    Taj Mahal genießen

    Was mich dann endgültig eingefangen hat, waren zwei Dinge, die mir erst später auffielen. Zum einen die makellose Symmetrie: Das Taj Mahal ist so perfekt spiegelgleich gebaut, dass das Auge keinen Fehler findet. Zum anderen der Marmor selbst, der je nach Tageszeit seine Farbe wechselt: rosa am Morgen, strahlend weiß zur Mittagszeit, golden im Mondlicht. Ein Gebäude, das nie ganz gleich aussieht. Ich stand irgendwann einfach da und schaute, und von meiner Überheblichkeit fehlte nun jede Spur.

    Gegen Ende, im warmen Licht des beginnenden Sonnenuntergangs, wollten wir natürlich noch Familienfotos machen. Meine Tochter schlief da schon friedlich in der Trage. Mein Mann bat einen anderen Besucher, ein Bild von uns dreien zu machen, und ließ dabei ungesagt, dass das Taj Mahal selbstverständlich komplett mit auf das Bild sollte. Das verstand sich ja von selbst, schließlich war das ja der ganze Punkt des Tages. Der freundliche Fremde fotografierte uns tatsächlich perfekt, Goldener Schnitt – alles richtig. Nur hatte er die Türme des Taj Mahal großzügig abgeschnitten. Wir mussten beide so lachen, als wir das Bild später betrachteten. Manchmal bekommt man eben nicht das Postkartenmotiv, sondern eine Erinnerung mit Macke. Und die mag ich oft sogar lieber.

    Taj Mahal - Türme bgeschnitten

    Vom Foto zum Kunstwerk

    Dieser Tag hat sich bei mir festgesetzt. Nicht als das abgehakte Wahrzeichen, das ich erwartet hatte, sondern als kleine Lektion in Demut. Und irgendwann, zurück an meinem Stickrahmen, wollte ich genau das festhalten. Nicht ein Foto, von denen ich ohnehin Hunderte habe, sondern etwas, in das meine Hände Stunden hineinlegen. Etwas, das dieses wechselnde Licht des weißen Marmors und diese Symmetrie auf Stoff einfängt.

    Das war gar nicht so einfach, und ich will ehrlich sein: Zweimal habe ich die Stickerei wieder komplett aufgetrennt, weil mir das Ergebnis nicht gefiel. Ein weißes Marmorgebäude, das ständig die Farbe wechselt, in eine Stickerei zu übersetzen, ist eine echte Herausforderung. Erst beim dritten Anlauf fand ich eine Methode, die die feinen Details so zur Geltung bringt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zu beschreiben, wie ich das genau gelöst habe, würde diesen Beitrag sprengen – und offen gesagt steckt es ohnehin in der Anleitung.

    Falls du also Lust bekommen hast, dieses kleine Stück Indien selbst zu sticken: Das vollständige Stickmuster mit allen Schritten, Farbangaben und Techniken findest du als Anleitung auf Crazypatterns. Es ist gar nicht so schwer, wie es am Ende aussieht – auch wenn ich für meinen Weg dorthin drei Anläufe gebraucht habe.

    Taj Mahal Stickerei

    Und solltest du einmal vor einem Ort stehen, von dem alle schwärmen, und du innerlich schon die Augen verdrehst: Gib ihm trotzdem eine Chance. Manchmal sind es genau die Orte, mit denen man nicht gerechnet hat, die einem am längsten im Gedächtnis bleiben. Bei mir war es ein weißer Marmorpalast, gebaut aus Liebe – und abgeschnittene Türmchen auf einem Familienfoto.