Vieles geht heute schnell und gleicht sich an - das Handgemachte nicht. Dieser Blog ist ein Ort für das Echte, das Greifbare, das Eigene – für kleine Werke mit Charakter und die Gedanken, Reisen und Einfälle, aus denen sie entstehen. Dieser Blog ist für alle, die das Langsame, das Selbstgemachte und ein bisschen Magie im Alltag lieben.

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Schlagwort: DIY-Geschenk

  • Coole Ohrringe basteln aus Tannenzapfen

    Coole Ohrringe basteln aus Tannenzapfen

    Ich habe mir von meiner Reise aus den USA einen riesigen Tannenzapfen mitgebracht. Zunächst sah das gute Stück so aus:

    Nach und nach ist er dann aufgegangen (wie im Bild weiter unten zu sehen). Ich fand diese Tannenzapfen-Plättchen so schön, dass ich mir überlegt hatte, daraus etwas zu machen. Wegschmeißen wollte ich sie auf keinen Fall. Die einzelnen Plättchen des Tannenzapfens konnte ich bisher ganz leicht herausbrechen. Die Tropfenform hatte mich so an Ohrringe erinnert. Und nun habe ich eben auch schon einige coole Ohrringe daraus gemacht. 🙂

    Wie genau, das erfahrt ihr jetzt hier.

    Ohrringe aus Tannenzapfen basteln

    Alles was du brauchst:

    • Etwas Acryl-Metallic-Farbe zum Verzieren
    • Einen Tannenzapfen – zumindest die Plättchen daraus
    • Pinsel und Wasserglas
    • Schmirgelpapier
    • Klarlack
    • eine kleine Flachspitzzange
    • Ein dünner Holzbohrer
    • Diverses Zubehör zum basteln von Ohrringen:
      • Niet- und Kettelstifte
      • Ohrhaken

    Arbeitsaufwand: 45 bis 60 Minuten pro Ohrring (das Lochbohren ist etwas aufwändiger).

    Anleitung zum Basteln

    Die Plättchen sehen im normalen Zustand teilweise etwas wild aus. Damit sie edler aussehen, habe ich die Kanten zunächst etwas weicher und runder geschmirgelt.

    Als Nächstes wird mit einem dünnen Handbohrer vorsichtig ein Loch in die Spitze des Plättchens gebohrt – daran kann man später die Haken befestigen. Am besten nicht zu weit oben bohren, damit es nicht bricht. Das geht leider bei den dünnen Plättchen ganz schnell. Man benötigt auch ein wenig Geduld, da man nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Kraft aufwendet.

    Nachdem die Löcher fertig sind, kann man die Plättchen nach Belieben verzieren. Das muss man aber auch nicht unbedingt, da sie natürlich gehalten auch schön aussehen. Das kannst du dir ausprobieren. Auf jeden Fall sollte man die Plättchen mit Klarlack bestreichen, damit die Ohrringe später nicht so anfällig für Nässe, Wärme und andere äußere Einflüsse sind. Zunächst bestreicht man die eine Seite, dann die andere.

    Bevor es mit dem Basteln weitergeht, sollten die Plättchen für einige Stunden trocknen.

    Der kniffligste Teil ist das Anbringen der Kettelstifte und Ohrhaken. Das ist ein wenig Fummel-Arbeit, und man muss sich ausprobieren, wie es am besten geht. Eine kleine Zange hilft dabei, die Kettelstifte zu biegen.

    Nachdem du das geschafft hast, war es das auch schon! Fertig sind deine Ohrringe aus Tannenzapfen-Plättchen:

    Wie du siehst, ist diese Anleitung sehr simpel. Die größte Herausforderung hierbei ist eben das Bohren des Lochs und Anbringen der Kettelstifte und Haken. Zudem muss man erstmal einen so großen Zapfen finden. Diese finden sich meistens im Pazifischen Raum, wie an der Westküste der USA, Neuseeland, Japan und Kanada. Gott sei Dank sind bei diesem hier noch viele Plättchen dran, sodass ich munter weiter basteln kann. 😀

    Schmuckschale Dekoschale

    Und wie du diese schöne Dekoschale passend dazu bastelst, zeige ich dir Schritt für Schritt in diesem Beitrag.

    Wenn du Fragen, Anregungen oder Kritik hast, schreib mir einfach in den Kommentaren. Ich freue mich von dir zu lesen!

  • DIY Anleitung – Dekoschale basteln

    DIY Anleitung – Dekoschale basteln

    Aus Fimo Air Modelliermasse

    Als ich neulich durch einen Park hier in Berlin gelaufen bin, habe ich diese wunderschön Herbstblätter gesammelt.

    Herbstblätter für Dekoschale

    Ich überlegte, was ich damit machen könnte. Das Problem ist ja, die Blätter sehen in diesem Moment schön aus – in ein paar Tagen werden sie wahrscheinlich jedoch schrumpelig sein und langsam zerfallen. Es sei denn, man besprüht sie mit Haarspray oder Ähnlichem, um sie so haltbar zu machen. Aber auch das schien mir keine optimale Lösung.

    Ich entschied mich eine Kopie der Blätter zu basteln, die lange hält: eine Dekoschale aus Modelliermasse.

    Wie genau ich beim Basteln der Dekoschale vorgegangen bin und was du dazu brauchst, verrate ich dir in diesem Beitrag.

    Dekoschale basteln – Material

    Neben verschiedenen schönen Blättern, die als Grundlage für die Dekoschale dienen, benötigst du:

    Dekoschalen für den Herbst - Material
    • Fimo Air Basic Modelliermasse oder eine andere, tonähnliche Modelliermasse (keine normale Fimo)
    • Modellierwerkzeug
    • Ein Nudelholz
    • Acrylfarbe in leichtem Grün- oder Blauton
    • Acrylfarbe in Gold
    • Klarlack auf Wasserbasis
    • Ein glattes Brett zum Arbeiten (z.B. ein Küchenbrett)
    • Klarsichtfolie
    • Sandpapier oder eine Feile
    • Einen spitzen Pinsel um die Goldfarbe aufzubringen
    • Einen flachen Pinsel um die Blattfarbe und den Lack aufzubringen
    • Ein Wasserglas

    Dekoschale basteln – formen und schneiden

    Lege dir das Brett zurecht, welches dir zum Arbeiten an deiner Dekoschale dient. Solltest du ein Holzbrett verwenden, das du auch zum Schneiden von Lebensmitteln wieder verwenden möchtest, lege auf das Brett Klarsichtfolie aus. So bleiben keine Rückstände von der Modelliermasse auf dem Brett.

    Suche dir ein passendes Blatt aus, welches du als Dekoschale nachbasteln möchtest.

    Rolle mit dem Nudelholz die Modelliermasse so aus, dass die Fläche etwas größer als die des Blattes ist.

    Dekoschalen für den Herbst basteln - Fimo / Ton ausrollen

    Die Fläche der ausgerollten Modelliermasse sollte nicht dünner als 4 mm sein, damit die Dekoschale später nicht so schnell zerbricht.

    Lege nun das Blatt auf die ausgerollte Modelliermasse und obendrauf Klarsichtfolie. So schützt du das Nudelholz und es bleibt daran nichts kleben.

    Rolle jetzt mit dem Nudelholz vorsichtig über das Blatt, sodass es in die Modelliermasse hineingedrückt wird und auch kleben bleibt. Sei dabei sehr vorsichtig um das Blatt nicht kaputtzumachen.

    Dekoschalen für den Herbst basteln - formen und modellieren

    Zum Ausschneiden der Form kannst du das Blatt entweder von der Modelliermasse herunternehmen oder du lässt es darauf liegen. Schneide nun mit einem flachen Modellierwerkzeug die Form des Blattes aus. Je präziser du die Ecken und Kanten ausschneidest, desto authentischer wirkt die Dekoschale in Form eines Blattes später. Nimm spätestens jetzt das Blatt herunter.

    Nun kannst du die Kontur des Blattes noch mit einem spitzen Modellierwerkzeug bearbeiten. Gehe aber nicht zu tief rein, damit die Schale an der Stelle später nicht zerbricht.

    Dekoschalen für den Herbst basteln - Konturen nachschneiden

    Keine Sorge, krumme Stellen kannst du später noch mit dem Sandpapier oder der Feile bearbeiten. Dazu gleich mehr.

    Lege deine Blattform aus Modelliermasse nun vorsichtig über eine Rundung, damit die Form sich wölbt. Das kann eine runde Schüssel sein oder wenn diese nicht ganz rund ist, kannst du die Form auch auf die Seite der Schüssel auflegen. Drücke die Form vorsichtig auf die Schüssel drauf, damit sie bis zum Trocknen daran festklebt:

    Dekoschalen für den Herbst basteln - Blatt auf Schüssel zum trocknen

    Wenn du ein großes, eher rundes Blatt als Form hast, kannst du dieses auch in eine Schüssel legen, damit es die Rundung gewinnt:

    Dekoschalen für den Herbst basteln - Blatt in Schüssel legen für Form

    Dekoschale basteln – trocknen, bemalen und lackieren

    Lasse die Blattform mindestens 24 Stunden an der Luft trocknen.

    Versuche die Trocknungszeit nicht zu verkürzen, indem du sie in die Mikrowelle oder auf die Heizung legst. Sonst können Risse oder Blasen auf der Dekoschale entstehen.

    Sobald die Schale getrocknet ist, kannst du die Ecken und Kanten nun vorsichtig mit der Feile oder einem Sandpapier bearbeiten. Sei dabei äußerst vorsichtig, da die Schale sehr dünn ist und leicht zerbrechen kann.

    Dekoschalen für den Herbst basteln - Blatt glatt feilen

    Die Gefahr des Zerbrechens vermindert sich übrigens, wenn du die Schale später bemalst und lackierst, da Farbe und Lack einen extra Halt geben. Dennoch solltest du mit der Dekoschale immer vorsichtig umgehen, da sie weiterhin zerbrechen kann.

    Nachdem du alle unschönen Stellen mit abgefeilt hast und du saubere, weiche Ecken und Kanten hast, geht es nun ans Bemalen deiner Dekoschale.

    Welche Farbe du dafür wählst, ist dir natürlich völlig selbst überlassen. Ich habe mich für einen dezenten Grün- und Blauton entschieden, da das gut zum Herbst passt.

    Streiche die Farbe großzügig mit dem flachen Pinsel auf die Dekoschale. Verschließe alle Spalten und kleinen Risse. Lasse diese Grundfarbe dann für ein paar Minuten trocknen. Acrylfarbe trocknet relativ schnell.

    Dekoschalen für den Herbst basteln - Blatt bemalen

    Nun nimmst du den dünnen Pinsel zur Hand und trägst Goldfarbe auf den Rand und eventuell auf den mittleren Blattstängel auf. Das wirkt nun sehr edel. 🙂

    Lasse auch diese Farbe für ein paar Minuten trocknen.

    Zum Schluss lackierst du deine Dekoschale von beiden Seiten und lässt den Lack für 10 Minuten trocknen. Nun ist deine Dekoschale in Form eines Blattes fertig!

    Dekoschalen für den Herbst

    Übrigens, Diese süße Dekoschale macht sich auch sehr gut als Schmuckschale. 😉

    Schmuckschale Dekoschale

    Wie du diese Tannenzapfen-Plättchen Ohrringe bastelst, du in der Schale liegen, zeige ich dir Schritt für Schritt in diesem Beitrag.

    Ich wünsche dir ganz viel Spass beim Nachbasteln!

  • Verzeifelte, sich festkrallende Katzen am Kühlschrank?

    Verzeifelte, sich festkrallende Katzen am Kühlschrank?

    Die Geschichte, wie es dazu kam

    Neulich habe ich in meinem neuen Etsy Shop eine neue Produktreihe veröffentlicht: Kühlschrankmagnete in Form von Katzen, die sich festkrallen, um nicht herunterzufallen.

    Wenn du sie auch so witzig findest wie ich, lies dir diese Geschichte zu ihnen durch.

    Ich liebe Katzen. Schon immer. Als ich noch bei meinen Eltern lebte, hatten wir immer eine oder mehrere Katzen im Haus. Das war so normal, wie für andere ein Auto vor der Tür.
    Alle waren was Besonderes aber unsere letzten beiden haben mir besonders viel bedeutet: Kitty und Napoleon.

    Die Geschichte von Napo und Kitty

    Napoleon (Kurzform: Napo) haben wir so genannt, weil er unsere Herzen gleich im Sturm erobert hatte. Er war so lieb, drollig und tollpatschig, dass man einfach keine Chance hatte, nicht sofort verfallen zu sein. Kitty war da ganz anders. Sie lief immer sehr elegant durchs Haus, wusste genau was sie wollte und wie sie es bekommt. Deshalb haben wir sie manchmal auch „Lady“ genannt. Ihr Fell war ein buntes Durcheinander aus Beige, Rot, Braun und Rosa. Napos Fell war grau-weiß-gestreift. Obwohl es Geschwister waren, war ihre Fellfarbe so unterschiedlich. Das hat mich schon immer am meisten an Katzen fasziniert.

    Zusammen haben die beiden uns – meine Eltern, mich und meinen damaligen Freund, täglich auf Trab gehalten. Sie haben uns meistens sehr zum Lachen gebracht und manchmal auch zur Verzweiflung getrieben, wenn sie wie verrückt durch die Wohnung getollt sind. Wer schon mal zwei Katzen zusammen hatte, weiß, wovon ich rede.

    Leider sind beide mittlerweile gestorben. Napoleon ist als junger Kater von einem Auto überfahren worden. Er war zu dem Zeitpunkt rollig und seine Hormone haben ihn etwas unvorsichtiger werden lassen, als es gut für ihn war. Kitty ist Jahre später ebenfalls von einem Auto erfasst worden.
    Ich war zu dem Zeitpunkt im Studium, über 700 km von zu Hause entfernt, und hatte in dieser Zeit kaum Gelegenheit gehabt, Zeit mit ihr zu verbringen. Meine Eltern haben mir ihren Tod erst etwas später erzählt, um mich nicht vom Lernen abzuhalten. Das war echt schlimm für uns. Meine Eltern haben sich danach gegen das Halten von Katzen entschieden, weil der Verlust jedes Mal zu groß war.

    Die Idee für diese Kühlschrankmagnete

    Seitdem lebe auch ich ohne Katze. Aber die Zuneigung zu Tieren ist geblieben. Eigentlich zu allem, was Pfoten hat und mit so viel Charakter durchs Leben stapft, dass man sich manchmal fragt, wie ein so kleines Wesen so viel Raum einnehmen kann.

    Irgendwann bin ich auf Pinterest auf ein Motiv gestoßen: eine Katze, die sich mit ausgestreckten Pfoten an etwas festkrallt und dabei schaut, als wäre es eine Frage von Leben und Tod. Den typischen Gesichtsausdruck, den jeder kennt, der je mit einer Katze zusammengelebt hat oder sich einfach genug Katzen-Content im Web anschaut. 😄
    Ich habe auf jeden Fall sofort an meine beiden Chaoten gedacht und musste diese Katzen unbedingt aus Ton nachbauen.

    Herausforderungen beim Modellieren

    Das Herausforderndste war weniger das Motiv an sich, sondern das Plastische: die angewinkelten Hinterbeine, der angespannte Körper, der wirklich so wirken musste, als würde die Katze sich festkrallen. Ich habe einfach so lange herumprobiert, bis es gepasst hat. Bei den Farben habe ich mich nicht lange aufgehalten – Katzen gibt es ja in allen möglichen Farben und Mustern, also habe ich einfach nach Lust und Laune gemacht. Dabei habe ich bestimmt viel an Napo und Kitty gedacht …

    Das ist also die Geschichte hinter diesen lustigen Kühlschrankmagneten. Wenn du also selbst eine Katze hast und genau weißt, wie dieser Moment aussieht, oder jemanden beschenken möchtest, der Katzen liebt, oder einfach morgens beim Kühlschranköffnen ein Lächeln brauchst – dann sind diese kleinen Magnete genau richtig für dich! 😄

    Und hier findest du sie in meinem Etsy Shop.

    Festkrallende Katzen als Kühlschrankmagnete
  • Webrahmen selber bauen – 2 Anleitungen

    Webrahmen selber bauen – 2 Anleitungen

    Mit einem Webrahmen lassen sich – je nach Größe – ziemlich schnell schöne Wandbehänge, kleine Deko-Teppiche, Armbänder oder andere kleine Schmuckstücke erstellen.

    Durch meine Stickerei-Projekte bin ich sehr oft auf Instagram unterwegs und folge dort vielen Künstlerinnen und Künstlern, die sich aufs Weben von Deko spezialisiert haben. Da Weben aber nicht zu meinen Hauptbeschäftigungen gehört und ich nur ab und zu etwas Kleineres weben möchte, wollte ich mir keinen teuren Webrahmen kaufen. Also habe ich mir überlegt, einfach selbst einen zu bauen. Und weil ich, wenn ich Feuer gefangen habe, meist nicht bei einem bleibe, sind es gleich zwei geworden. 😉

    Inspiriert hat mich dabei Eni von yeah-handmade.de mit ihrem Perlenwebrahmen. Beim Bauen bin ich dann aber etwas anders vorgegangen – und genau das möchte ich dir hier zeigen.

    Webrahmen selber bauen aus Pappe

    Einen Webrahmen aus Pappe zu bauen ist wohl die einfachste Variante. Alles, was du dafür brauchst, ist ein Stück Pappe, Garn, eine große Sticknadel und natürlich eine Schere. Der Rahmen ist in etwa 5 Minuten gebastelt.

    Schneide dir zunächst aus einem Karton ein Stück Pappe zurecht und knicke es rechts und links jeweils ca. 3 bis 5 cm nach oben:

    Ein Stück Pappe

    Um die Seiten zu fixieren, verbindest du sie jeweils mit einem Faden. Dafür stichst du mit der Sticknadel in die Enden ein, ziehst den Faden durch, führst ihn zur anderen Seite und verbindest ihn wieder mit der Ausgangsseite. Hier bildlich dargestellt:

    Faden durchziehen und Seiten verbinden

    Nun schneidest du entlang der Seiten mit der Schere die – etwa im Abstand von 3 bis 4 mm. Je mehr Rillen du hast, desto feingliedriger kann dein Webprojekt werden.

    Rillen für die Webfäden einschneiden

    Spanne anschließend ein langes Garn zwischen den Rillen hin und her – also von rechts nach links und wieder zurück. Und dann kannst du auch schon anfangen zu weben.

    Langes Garn zwischen den Rillen spannen und weben

    Webrahmen selber bauen aus Modelliermasse

    Die zweite Variante, die ich dir vorstellen möchte, ist ein Webrahmen aus Modelliermasse.

    Dafür brauchst du:

    • Lufthärtende Modelliermasse (ich persönlich bevorzuge die Do & Dry von Creall)
    • Kleine, aber längliche Nägel – ca. 12 bis 18 Stück (je nachdem, wie breit dein Webprojekt werden soll)
    • Modellierwerkzeug oder ein Messer, das du ausschließlich zum Basteln verwendest
    • Ein flaches Lineal oder einen anderen flachen Gegenstand, mit dem du die Modelliermasse platt drücken kannst
    Materiell für den Webrahmen mit Modelliermasse

    Arbeitsaufwand: Das Basteln geht relativ schnell (ca. 15 Minuten). Dazu kommt das Trocknen der Modelliermasse für etwa 2 Tage.

    So geht’s

    Forme zunächst mit den Händen eine längliche Form aus der Modelliermasse. Wenn sie lang genug ist (zum Beispiel für ein Armband), drückst du sie mit einem flachen Gegenstand wie einem Lineal platt, sodass sie nur noch 5 bis 6 mm dick ist. Anschließend schneidest du die Form mit einem Messer oder Modellierwerkzeug zu einem geraden Rechteck zurecht. Hier alle Schritte bildlich:

    Modelliermasse formen, platt drücken und zuschneiden

    Die kurzen Enden kannst du danach noch einmal leicht einrollen, sodass der Rahmen an diesen Stellen etwas nach oben steht – so haben die Nägel später besseren Halt:

    So sieht es dann von der anderen Seite aus:

    Nun nimmst du dir die Nägel zur Hand. Überlege, wie viele du einstechen möchtest – ich habe pro Seite sechs bis acht Nägel verwendet. Drücke sie so nah wie möglich nebeneinander in die Enden der Form. Achte darauf, dass sie gerade sitzen und nicht schräg, und dass der Abstand zueinander gleichmäßig ist.

    Das Gleiche machst du auf der anderen Seite. Anschließend lässt du deinen Webrahmen 1 bis 2 Tage trocknen. Nach einem Tag kannst du ihn einmal umdrehen, damit er gleichmäßig durchtrocknet.

    Und schon ist auch dieser Webrahmen aus Modelliermasse fertig:

    Damit lassen sich zum Beispiel hübsche Armbänder oder kleine Webteppiche zaubern. Besonders gern mag ich daraus kleine Deko-Anhänger – etwa als Schmuck für die Türklinke. Und auch fürs Kinderzimmer sind sie wunderbar: ein Mini-Webteppich als Deko oder sogar als kleines Stück für die Puppenstube.

    Ich hoffe, dir haben diese beiden Anleitungen zum Webrahmen-Selberbauen gefallen. Wenn du Fragen oder Anregungen hast, hinterlass mir gern einen Kommentar.

    Hast du Lust einzigartikel Schmuck zu erstellen, dann schau mal hier:

  • Die zwei Monster, die ich für meine Neffen nähte

    Die zwei Monster, die ich für meine Neffen nähte

    Werbung – dieser Beitrag entstand im Rahmen des Creator-Programms von Crazypatterns.

    Als ich diese beiden Monster genäht hatte, hatte ich selbst noch kein Kind. Zu der Zeit verbrachte ich viel Zeit mit meinem kleinen Neffen Ben – er war damals etwa fünf Jahre alt, sein älterer Halbbruder Luca ungefähr sieben. Luca lebte bei seiner Mutter, schon damals weit weg von uns. Der Kontakt zu ihm bzw. zu seiner Familie, bei der er wohnte, war nie besonders eng. Rückblickend ist das schade, aber das Leben ist manchmal komplizierter, als man es in wenigen Worten erklären kann. Dennoch dachte ich oft an ihn und daher waren die beiden, Ben und Luca, meine Inspiration für diese Monster und ihre Namen.

    Türstopper Monster

    Ich nähte also zwei süße Monster. Das, welches ich Ben nannte, bekam auch tatsächlich Ben. Das Monster mit dem Namen Luca haben meine Eltern adoptiert.

    Ben hat sich damals riesig gefreut – allerdings hat er es nicht ganz so genutzt, wie ich es geplant hatte. Statt es als Türstopper zu benutzen, nahm er es erstmal mit zum Kuscheln ins Bett. 😊
    Später irgendwann, hat er es dann tatsächlich auch als Türstopper verwendet. Wie auch immer er es verwendet hatte, es hat ihm Freude bereitet und das war für mich das Wichtigste.

    Wie ging es mit den Monstern weiter?

    Was letzten Endes aus Bens Monster geworden ist, weiß ich nicht. Ich habe es noch einige Zeit bei einem Besuch in seiner Wohnung gesehen. Aber irgendwann verliert man solche Dinge ja aus den Augen, gerade wenn aus kleinen Jungs langsam Teenager werden. Die haben ja ganz andere Dinge im Kopf und in ihrem Zimmer.

    Das Monster meiner Eltern dagegen hat ein deutlich beständigeres Leben. Es steht bis heute bei ihnen im Wohnzimmer, direkt an der Tür – und wird tatsächlich noch als Türstopper benutzt. All die Jahre, in denen Ben vom Kindergartenkind zum Teenager wurde, hat dieses kleine Monster mit dem Namen seines Halbbruders treu seinen Posten gehalten.

    Und während das kleine Monster all die Jahre an seinem Platz blieb, hat sich der Kontakt zum echten Luca inzwischen zum Glück verändert. Er sucht mittlerweile von sich aus den Kontakt und besucht uns ab und an. Und wenn er da ist, merkt man, dass er es von ganzem Herzen will und die Zeit mit uns sehr genießt – und wir natürlich mit ihm. Vielleicht trägt das kleine Monster mit seinem Namen ein gutes Omen in sich und sorgte all die Jahre dafür, dass der Kontakt allmählich wieder aufleben konnte.

    Ich frage mich auch manchmal, was wohl aus dem Ben-Monster geworden ist? Vielleicht liegt es noch irgendwo in einer Kiste, aussortiert, als die Kinderzimmer-Deko langsam Jugendzimmer-Deko wurde? Vielleicht ist es längst nicht mehr da? Oder – und das ist die Version, die mir am besten gefällt – es liegt gerade jetzt irgendwo zwischen Umzugskartons, denn Ben und seine Familie ziehen bald in ein neues Haus.

    Wie geht es mir damit heute?

    Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, ist da keine Wehmut, eher ein leichtes, warmes Gefühl. Ich hatte damals noch keine eigene Tochter, aber der Drang, mit den Händen etwas zu erschaffen, das jemandem Freude macht, war immer schon da. Und vielleicht ist genau das der Grund warum diese Anleitung bis heute so gut funktioniert: Die Anleitung entstand aus echter Zuneigung zu zwei kleinen Jungs, deren Wege mit uns ganz unterschiedlich verlaufen sind und sich doch beide auf ihre eigene, schöne Art entwickelt haben.

    Falls du also Lust bekommen hast, dir oder jemandem in deinem Leben ein eigenes kleines Monster zu nähen: Die vollständige Anleitung mit Schnittmuster für beide Monster, Luca und Ben, findest du als Anleitung auf Crazypatterns. Ein einfaches, liebevolles Geschenk, das offenbar bei vielen Kindern ankommt, genau wie damals bei Ben.

    Hier erfährst du die Geschichte über das Taj Mahal Stickmuster:

    Und hier kannst du die Geschichte zum Milford Sound Stickmuster lesen:

  • Abschied vom Schnuller – und eine Fee, die über Nacht entstand

    Abschied vom Schnuller – und eine Fee, die über Nacht entstand

    Die Geschichte mit dem Schnuller war für uns sehr langwierig.
    Eigentlich wollte ich, dass meine Tochter ihn schon mit zwei Jahren abgibt. Wir haben wirklich alles versucht: den Schnullerbaum, das Abgeben an den Weihnachtsmann, oder an den Osterhasen… nichts davon hat funktioniert. Irgendwann hatte ich das Buch „Hallo, kleine Schnullerfee“ von Ravensburger gekauft und las es ihr immer wieder vor – die Geschichte von der Fee Lulu, die dem kleinen Mats hilft, auch ohne Schnuller einzuschlafen.

    Hallo, kleine Schnullerfee

    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es das Buch war, das den Ausschlag gab, um den Schnuller abzugeben. Sie hat das Nuckeln einfach nach und nach reduziert, weil sie älter wurde. Irgendwann brauchte sie den Schnuller nur noch nachts, manchmal wirklich nur zum Einschlafen.

    Und dann, vor ein paar Wochen, wollte sie das Buch wieder ganz intensiv vorgelesen bekommen. Mittendrin sagte sie plötzlich, dass sie auch möchte, dass die Schnullerfee zu ihr kommt und ihr ein Geschenk bringt. Ich sagte ihr, sie solle mir einfach Bescheid geben, wenn sie so weit ist. Ein paar Tage hörte ich nichts. Und dann, an einem ganz normalen Abend, war es plötzlich so weit: Heute, hatte sie gesagt, heute gebe ich alle drei verbliebenen Nuckel ab. Und weil es drei Schnuller sind, möchte sie auch drei Geschenke.
    Da wollte ich gar nicht diskutieren – das fand ich nur fair. Es gab nur ein kleines Problem: Ich hatte bloß zwei kleine Geschenke daheim. Für das dritte musste ich mir also über den Abend hin etwas überlegen.

    Wenn die Idee einmal da ist, muss sie sofort umgesetzt werden

    Und genau in diesem Moment passierte das, was bei mir eigentlich immer passiert: Mir schwirrten sofort die Ideen durch den Kopf: Ich könnte doch eine kleine Lulu basteln – die Schnullerfee aus ihrem Buch, in Miniatur. Ein bisschen nervös war ich schon, denn die Zeit war knapp. Also sorgte ich dafür, dass meine Tochter zeitig ins Bett kam, und gegen acht Uhr abends setzte ich mich an den Tisch.

    Material hatte ich zum Glück alles da: Filz, Pfeifenreiniger, eine Holzkugel, Nadel und Faden… Ich wusste ziemlich genau, wie ich sie bauen wollte. Nur die Flügel machten mir zu schaffen. Erst versuchte ich es mit Papier, aber das wollte nicht gelingen. Also googelte ich – und stieß auf Instagram auf eine schöne Idee mit Frischhaltefolie und Föhn. Eigentlich war die für große Feenflügel an Kostümen gedacht, gemacht mit Draht und Folie. Ich musste es für meine kleine Lulu abwandeln: Ich schnitt die Flügel aus Papier aus, bemalte sie bunt, streute Glitzer drüber (ganz wichtig!), wickelte Frischhaltefolie darüber und schmolz sie mit dem Föhn so an, dass sie fest wurde. Das Ergebnis war, ehrlich gesagt, eher mäßig. Aber im Gesamtbild fiel das nicht weiter auf. Nach etwa zweieinhalb Stunden war meine kleine Lulu fertig.

    Schnullerfee selsbt gebastelt
    Schnullerfee selsbt gebastelt

    Der Morgen danach

    Am nächsten Morgen kam der Moment, für den ich das alles gemacht hatte. Meine Tochter fand ihre drei Geschenke – und sie erkannte die kleine Fee sofort. Lulu! Sie war restlos begeistert und hat keine Sekunde daran gezweifelt, dass die Fee aus ihrem Buch sie tatsächlich besucht hatte. Den ganzen Morgen spielte sie mit ihrer Miniatur-Lulu, und sie wünschte sich sogar, dass ich die Fee am Nachmittag mitbringe, wenn ich sie von der Kita abhole.

    Genau dieses Gesicht – das war der Grund, warum ich mich abends noch hingesetzt hatte. Ich hätte es einfacher haben können, klar, aber ich wollte ihr diese Freude machen, ich wollte sehen, wie sie strahlt, wenn plötzlich eine kleine Lulu in ihrer Geschenkbox liegt.

    Und wenn ich ehrlich bin, ist das ziemlich typisch für mich: Ich bin schnell für eine Idee zu begeistern und muss sie dann auch sofort umsetzen – sonst verliere ich das Interesse wieder. Diese Eigenschaft sorgt zu Hause durchaus für das eine oder andere unvollendete Projekt. Aber in dieser Nacht hat sie etwas Schönes hervorgebracht: einen kleinen Zauber, der genau im richtigen Moment fertig wurde. Und ich war ein bisschen stolz auf mich, dass es (fast) so geworden ist, wie ich es mir ausgemalt hatte.

    Ich hoffe, dir hat diese kleine Geschichte gefallen. Vielleicht dient sie dir als Inspiration für deine eigenen kleinen spontanen Projekte, vielleicht zaubert sie dir auch einfach nur ein Lächeln in Gesicht … was es auch ist, ich freue mich, dass ich dir davon berichten konnte. 🙂

  • Makramee Untersetzer knüpfen

    Makramee Untersetzer knüpfen

    In diesem Beitrag zeige ich dir eine wirklich schöne Idee für selbstgemachte Makramee-Untersetzer. Sie sind gar nicht schwer zu knüpfen und auch noch richtig schnell fertig.

    Fertiger Makramee Untersetzer

    Die Idee stammt nicht von mir – deshalb verweise ich dich für die vollständige Anleitung an die Urheberin: Die liebe Eni von yeah-handmade.de hat sich die Mühe gemacht und eine super schöne Anleitung für diese Makramee Untersetzer auf ihrem Instagram Kanal veröffentlicht. Du findest die komplette Anleitung dort unter den Story Highlights unter „Untersetzer“.

    Ich zeige dir hier aber ein paar Bilder, das grundsätzliche Vorgehen und welche Materialien du brauchst. Legen wir los! 🤗

    Diese Materialien brauchst du

    Die Materialliste ist angenehm kurz. Im Grunde brauchst du nur Makramee-Garn in deiner Wunschfarbe – ich habe hier ein schlichtes Beige verwendet.

    Makramee Untersetzer - Diese Materialien brauchst du

    Dazu kommen ein paar Hilfsmittel:

    • Eine Schere
    • Ein Maßband zum Abmessen der Fäden
    • Eine Stecknadel
    • Einen Korkuntersetzer, um das Werk darauf festzustecken
    • Eine Makramee-Bürste oder einen feingliedrigen Kamm

    Arbeitsaufwand: Wenn du in einem Rutsch durchknüpfst, bist du pro Untersetzer in etwa 30 bis 40 Minuten fertig.

    So wird geknüpft

    Die komplette Anleitung findest du, wie oben bereits erwähnt, auf dem Instagram Kanal von yeah-handmade.
    Hier gebe ich dir nur das grobe Prinzip an die Hand:

    Zuerst schneidest du dir die Fäden zurecht. Du brauchst zu Beginn 5 Fäden à 50 cm und einen langen Faden von 2 m.

    Garn vorbereiten für den Makramee Untersetzer

    Den langen Faden legst du so zurecht, dass das eine Ende 50 cm und das andere 1,5 m misst. An diesem langen Faden knüpfst du nun die fünf kürzeren an, sodass du insgesamt zehn Fäden erhältst.

    Fäden befestigen für den Untersetzer aus Makramee Fäden

    Das längere Stück (1,5 m) wird zum sogenannten Trägerfaden.

    Jetzt steckst du den langen Faden (zusammen mit dem kürzeren Ende) durch das entstandene Loch und ziehst alles zu einem Kreis zusammen:

    zu einem Kreis zusammenziehen - Makramee Untersetzer knüpfen

    Den Makramee-Kreis steckst du anschließend mit einer Stecknadel in der Mitte des Korkuntersetzers fest – so lässt es sich deutlich leichter knüpfen.

    Nun knüpfst du die zehn Fäden der Reihe nach in Schlaufen an den Trägerfaden – pro Faden zweimal um den Trägerfaden herum, und zwar so, dass sie direkt am Kreis anliegen:

    Fäden der Reihe nach in Schlaufen an den Trägerfaden knüpfen

    Das ist auch schon das ganze Prinzip. Falls du beim Knüpfen unsicher bist, schau dir am besten Enis Story an – dort siehst du jeden Schritt bildlich.

    Sollte zwischen zwei Fäden einmal eine zu große Lücke entstehen, knüpfst du einfach einen weiteren Faden in der Länge des Vorgängers an den Trägerfaden dazu. Das passiert öfter, also halte genug Makramee-Garn bereit.

    Wenn der Trägerfaden zu Ende ist, ist dein Untersetzer fast fertig. Jetzt kommt der Feinschliff: Trenne alle hängenden Fäden mit den Fingern auf, sodass viele kleine Einzelfäden entstehen. Diese schneidest du rund um den Kreis gleichmäßig ab – etwa 3 bis 4 cm. Zum Schluss kämmst oder bürstest du die Fäden schön glatt.

    Makramee Untersetzer knüpfen - der Feinschliff

    Und fertig ist dein Makramee-Untersetzer!

    Viel Spaß beim Knüpfen! 😊