Sicherlich hast auch du sie in deinem Kleiderschrank oder schon in Tüten verstaut, bereit für die Altkleidersammlung: alte T-Shirts, Blusen oder Bettlaken. Zeit zum Upcycling! Denn daraus lassen sich schöne „neue“ Dinge nähen – wie zum Beispiel ein Schmuckkästchen aus Stoffresten.

Da ich ziemlich viel Schmuck habe, den ich zum Teil auch selbst gebastelt habe, brauchte ich irgendwann eine schöne Aufbewahrung. Und was liegt da näher, als sich auch die gleich selbst zu nähen? Wie einfach das geht und was du alles dafür brauchst, zeige ich dir hier.
Material
Zunächst brauchst du ein bis zwei alte T-Shirts, Blusen oder Bettlaken. Du kannst auch Stoffreste von vorherigen Nähprojekten nehmen. Wichtig ist, dass der Stoff locker zu drehen ist und nicht zu fest oder zu hart.
Achte darauf, dass die Stoffe farblich zusammenpassen – entweder einheitlich in einer Farbfamilie oder bewusst zwei kontrastierende Farben. Zu bunt sollte es nicht werden, sonst wirkt das Schmuckkästchen unruhig. Ich habe mich für ein komplett gelbes Kästchen entschieden. Dafür musste ein altes T-Shirt seine Ursprungsform aufgeben.
Außerdem brauchst du:
- Eine Nähmaschine
- Farbiges Nähgarn, am besten in der Farbe des Grundstoffs
- Eine Schere
- Stecknadeln
- Eventuell ein Bügeleisen
- Perlen zur Verzierung
- Festes Garn, dünnen Nähdraht (max. 0,4 mm) oder Angelsehne
Arbeitsaufwand: Für das Körbchen selbst brauchst du etwa eine Stunde. Für die Verschönerung mit Perlen nochmal etwa 30 Minuten.
Das Körbchen als Grundform
Die Grundform des Schmuckkästchens ist ein genähtes Körbchen aus gedrehten Stoffstreifen – genau dasselbe Prinzip wie bei meinem Brotkorb aus Stoffresten. Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den Stoff in Streifen schneidest, zu Kordeln drehst und spiralförmig mit der Nähmaschine zusammennähst. Geh für dein Schmuckkästchen genauso vor – nähe nur am Ende keinen Henkel dran, sondern versäubere die Kante direkt.

Mit Perlen verschönern
Wenn dein Körbchen fertig ist, sieht es etwa so aus:

Teile die Seiten des Körbchens gedanklich in vier Abschnitte auf – also vier Ecken. Du kannst die Stellen mit etwas Garn markieren, um es dir zu visualisieren, aber noch nicht festnähen.

Nimm dir nun Nähdraht oder Angelsehne und such dir Perlen aus, die farblich zu deinem Körbchen passen. Du kannst viele verschiedene Farben nehmen oder – so wie ich – bei zwei bleiben.

An der ersten Ecke fasst du die Enden der Seiten zu einem kleinen Knubbel zusammen und nähst sie zwei- bis dreimal fest. Von dort aus setzt du die Perlen nach Belieben auf und nähst sie am Rand entlang bis zur nächsten Ecke. Das alles kannst du mit einem durchgehenden Faden machen, ohne abzuschneiden.

An der nächsten Ecke fasst du die Enden wieder zusammen, nähst sie fest und machst mit der nächsten Perlenreihe weiter. So arbeitest du dich einmal um den ganzen Rand.

Wenn du einmal rum bist, ist dein Schmuckkästchen fertig! Durch den Kordelstoff ist es schön stabil und steht von allein.

Wenn du Fragen, Anregungen oder Kritik hast, hinterlass mir gern einen Kommentar. Viel Spaß beim Nähen! 🙂
Und wie du die Muschel-Ohrringe machst, die du oben im Bild siehst, verrate ich dir hier.



























