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  • Sticktechnik Wickelstich lernen

    Sticktechnik Wickelstich lernen

    Für tierisch süße Locken

    Vor einigen Jahren unternahm ich einen Roadtrip durch Island. Unterwegs habe ich unter anderem ein süßes Schaf-Pärchen fotografiert – diese zwei wolligen Gesellen haben es mir sofort angetan.

    Schafe auf Island

    Neulich habe ich die beiden dann nachgestickt, mithilfe eines sogenannten Wickelstichs. Und das ist dabei herausgekommen:

    Wickelstich fertig

    Sieht schön flauschig aus, oder? Genau dafür ist dieser Stich nämlich perfekt. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du den Wickelstich (englisch: Bullion Knot) selbst hinbekommst. Keine Sorge – wenn du den Dreh einmal raushast, ist er gar nicht so schwer. Es kommt nur auf die richtige Technik an.

    Wie der Wickelstich funktioniert

    Das Wichtigste zuerst: Dein Faden sollte großzügig lang sein, denn er wird gleich mehrfach um die Nadel gewickelt. Wie lang du den Stich am Ende machst, bleibt dir überlassen – außer der Länge deiner Nadel sind dir da kaum Grenzen gesetzt.

    So gehst du vor: Mach zunächst einen Knoten ans Fadenende. Dann stichst du an der Stelle aus, an der der Wickelstich enden soll (A) – nicht dort, wo er anfängt. Anschließend stichst du an der Stelle ein, an der er beginnen soll (B), und kommst direkt wieder in der Nähe von A heraus (C). Die Nadel ziehst du dabei aber noch nicht ganz durch. Jetzt wickelst du den Faden so oft um die Nadel, wie dein Wickelstich lang werden soll (D).

    Wickelstich -Anleitung

    Hast du die gewünschte Länge erreicht, ziehst du die Nadel vollständig durch. Jetzt ist ein wenig Zuppeln und Ziehen angesagt: Rücke den Faden so zurecht, dass am Ende eine gleichmäßige, saubere Wicklung entsteht.

    Zum Schluss stichst du direkt neben B ein, um den Wickelstich zu fixieren. Und das war’s auch schon – fertig ist dein Wickelstich!

    Wickelstich -Anleitung

    Falls dir die Bilder-Anleitung an einer Stelle unklar ist, habe ich den Wickelstich auch noch einmal in einem kurzen Video festgehalten:

    Wofür sich der Wickelstich eignet

    Wie du an meinen Schafen siehst, ist dieser Stich ideal für alles Flauschige und Lockige: Schafsfell, Haare und Locken, aber auch Dinge wie die Rohrkolben von Schilfgras. Wenn du ihn einmal beherrschst, kannst du deinen Werken einen wunderbar plastischen, dreidimensionalen Effekt geben.

    Ein kleiner Trick für noch mehr Lockigkeit: Wickle den Faden länger, als die eigentliche Stichlänge ist. Dann dreht sich die „Locke“ stärker in sich – und wirkt noch verspielter.

    Schön kombinieren lässt sich der Wickelstich übrigens mit französischen Knoten dazwischen – das gibt dem Ganzen noch mal einen besonderen Touch.

    Ich hoffe, die Anleitung hilft dir weiter! Wenn du Fragen oder Anregungen hast, hinterlass mir gern einen Kommentar.

    Lust, den Wickelstich gleich auszuprobieren?

    Wenn du den Stich an einem richtigen Projekt anwenden möchtest, habe ich genau das Richtige: ein Stickbild vom Mount Cook in Neuseeland, bei dem der Wickelstich für die Vegetation zum Einsatz kommt. Das vollständige Stickmuster mit Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier in meinen Anleitungen von Crazy-Patterns 

    Mount Cook Stickerei