Vieles geht heute schnell und gleicht sich an - das Handgemachte nicht. Dieser Blog ist ein Ort für das Echte, das Greifbare, das Eigene – für kleine Werke mit Charakter und die Gedanken, Reisen und Einfälle, aus denen sie entstehen. Dieser Blog ist für alle, die das Langsame, das Selbstgemachte und ein bisschen Magie im Alltag lieben.

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Schlagwort: Sticken

  • Mount Cook Stickmuster

    Mount Cook Stickmuster

    Ein rundum gelungener Tag in Aoraki / Mount Cook

    Werbung – dieser Beitrag entstand im Rahmen des Creator-Programms von Crazypatterns.

    Vor 11 Jahren bin ich als Work and Traveler durch Neuseeland gereist. Mount Cook – oder Aoraki, wie er auf Māori heißt – war eine der Stationen, die mich so sehr gepackt haben, dass ich mehr als einmal dort war. Der Tag, an dem dieses Stickmuster entstanden ist, war nochmals ganz besonders. Ich war zusammen mit meinem Partner dort, den ich ebenfalls in Neuseeland kennengelernt hatte. Für ihn war es der erste Besuch und für mich schon der zweite. Dennoch war dieser Tag, den wir im Rahmen eines Roadtrips mit unserem Campervan dort verbracht haben, komplett anders.

    Stickmuster Mount Cook

    Wir waren sehr spontan unterwegs und für alles offen. Zuerst haben wir das Mount Cook Visitor Center besucht, das wirklich gut aufgebaut ist. Allein vom Visitor Center hat man einen fantastischen Blick auf den Mount Cook. Dort haben wir uns auch über die Wanderwege informiert, die es in der Umgebung gibt, alle unter drei Stunden.

    Am Ende sind es drei Wanderungen geworden: den Hooker Valley Track, Kea Point, und den Tasman Glacier View Track. Genau auf dem Hooker Valley Track ist auch das Foto entstanden, das ich für dieses Stickmuster verwendet habe. Der Wanderweg, der zum Gletschersee führt, mit dem Mount Cook auf der anderen Seite. Ich habe dieses Motiv gewählt, weil es zum einen eine fast perfekte Symmetrie hat, und zum anderen, weil der Berg von dieser Seite kaum verdeckt wird und so majestätisch herausragt.

    Stickerei Mount Cook

    Sterne gucken am Mount Cook

    Der Abend wurde dann völlig spontan zum eigentlichen Höhepunkt des Tages. Wir sind zu Fuß zum Hermitage Hotel gelaufen, da wirklich alles gut erreichbar, wenn man einigermaßen fit ist. Im Hotel haben wir an einem Dinner-Buffet teilgenommen. Danach – ebenfalls spontan, haben wir uns für die Planetarium-Show im Hotel entschieden. Dort haben wir die Sternenkonstellation des Southern Cross kennengelernt, bevor es im Anschluss mit der Big-Sky-Stargazing-Erfahrung weiterging: mit Teleskopen direkt unter dem Aoraki Mackenzie Dark Sky Reserve, dem größten Dark-Sky-Gebiet der Welt.

    Das war einer der schönsten Abende, den ich je hatte. Es war so magisch. Ich hatte die Milchstraße vorher nie so intensiv gesehen wie in dieser Nacht. Mir war der Begriff „Milchstraße“ davor auch gar nicht richtig bewusst. In Deutschland sieht man ja meist nur eine leichte Ansammlung von Sternen. In Neuseeland hat sie ihrem Namen wirklich alle Ehre gemacht.

    Bis heute denke ich oft an diesen Tag zurück, wenn ich an Neuseeland denke. Nicht nur, weil die Landschaft so beeindruckend war, sondern weil einfach alles zusammenkam: die Wanderungen, die Spontanität, dieser Abend unter dem klarsten Sternenhimmel, den ich je gesehen habe. Falls du diesen besonderen Ort auch sticken möchtest, findest du das vollständige Stickmuster auf Crazypatterns. Ich wünsche dir viel Freude dabei, diesen Tag mit Nadel und Faden nachzuempfinden.

    Mount Cook Neuseeland

    Und willst du mir zur Geschichte meiner anderen Werke erfahren, dann schau mal hier.

  • Anleitung: Stickstiche French Knot und Turkey Work

    Anleitung: Stickstiche French Knot und Turkey Work

    Beim Sticken lernt man nie aus – mit jedem neuen Projekt kommen neue Techniken dazu. In diesem Beitrag stelle ich dir zwei Stickstiche vor, die ich immer wieder brauche und die deiner Stickarbeit einen ganz besonderen Effekt geben.

    Der erste ist der French Knot (französischer Knoten) – perfekt für kleine Blumen, Schafsfell oder Wölkchen. Der zweite heißt Turkey Work und eignet sich wunderbar, um Haare oder Gras zu sticken, die dann richtig plastisch und lebendig wirken.

    Zu beiden Stichen gibt es jeweils eine kurze Videoanleitung.

    French Knot sticken

    Der French Knot heißt vermutlich so, weil er ein bisschen aussieht wie die gleichnamige Frisur – und auch ähnlich gemacht wird.

    So geht’s: Wickle den Faden ein- bis zweimal um die Sticknadel. Stich dann neben der Ausgangsstelle ein, zieh den Faden straff von der Stickarbeit weg und durch den Knoten hindurch. Fertig ist ein kleiner, runder Knubbel auf dem Stoff. Damit lassen sich süße kleine Blumen sticken, flauschiges Schafsfell oder auch Wölkchen.

    Sticktechniken Türkischer Knoten und Französicher Knoten

    Je öfter du den Faden um die Nadel wickelst, desto größer wird der French Knot.

    Hier zeige ich dir die Technik auch nochmal im Video:

    Turkey Work

    Die zweite Technik wird oft zum Sticken von Haaren verwendet. Für Landschaftsstickereien eignet sie sich aber genauso gut – bei mir kommt sie vor allem für Gras zum Einsatz. Turkey Work ist nicht schwer, aber du brauchst ein wenig Geduld.

    Wie es genau funktioniert, zeige ich dir in diesem Video:

    Beide Stiche in der Praxis

    Mit diesen beiden Stickstichen habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen – sie eignen sich nämlich perfekt für meine Island-Schafe, die ich gestickt habe. French Knots und Turkey Work zusammen verleihen der Stickarbeit einen tollen 3-D-Effekt, der das Motiv richtig lebendig wirken lässt.

    Sticktechniken Turkey Work und French Knot final

    Wenn du Fragen zu den beiden Techniken hast, hinterlass mir gern einen Kommentar. Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

    Übrigens habe ich diese Island Schafe schon mal mit einer anderen Sticktechnik gestickt.

    Wickelstich fertig

    Den Beitrag dazu und wie es funktioniert, findest du hier.

  • Milford Sound Stickmuster – die Geschichte hinter meinem Sehnsuchtsort

    Milford Sound Stickmuster – die Geschichte hinter meinem Sehnsuchtsort

    Es gibt Orte, die vergisst man nie wieder. Für mich ist der Milford Sound in Neuseeland so ein Ort. Mein Sehnsuchtsort, ehrlich gesagt.

    Milford Sound

    Das Foto, das ich später zu einem Stickmuster gemacht habe, ist auf einem Roadtrip entstanden. Ein Freund aus Deutschland hatte nach einem Telefonat spontan beschlossen, mich im nächsten Monat in Neuseeland zu besuchen. Er ist leidenschaftlicher Vogelbeobachter und hat sich dort entsprechend wohlgefühlt.

    Vögel Neuseeland

    Wir sind beide mit unseren Spiegelreflexkameras durch die Gegend gezogen und haben fotografiert, was das Zeug hielt.

    Fotografin Judith

    Am Milford Sound habe ich dann aber irgendwann die Kamera weggelegt. Das Foto war längst im Kasten, und trotzdem bin ich noch lange einfach dort sitzen geblieben. Es war ruhig. Nicht viele Touristen, nur ab und zu eine Propellermaschine, der Leute zum Sightseeing über den Fjord flog. Ansonsten hörte man Wasservögel plätschern, ein paar Boote in der Ferne und hin und wieder einen Fisch, der an die Oberfläche kam. Das Licht in Neuseeland ist anders als bei uns – irgendwie heller, klarer. Der Himmel war strahlend blau, und das Wasser hat in der Sonne gefunkelt. Ich habe tiefe Ruhe gespürt, Freude, Ausgeglichenheit. Diesen Moment habe ich einfach auf mich wirken lassen.

    Flugzeuge über dem Milford Sound

    Warum Neuseeland mir Geborgenheit gibt

    Neuseeland gibt mir bis heute ein Gefühl von Geborgenheit, das ich schwer in Worte fassen kann. Es hat viel mit der Natur zu tun – und damit, dass das Land nicht so überladen ist von Menschen wie Europa oder die USA. Ein Samstag in der Innenstadt von Wellington fühlt sich an wie ein ganz normaler Wochentag in München. In München kann man samstags kaum einkaufen gehen, so voll ist es, alle drängeln sich. In Neuseeland ist selbst an bekannten Sehenswürdigkeiten und Touristenmagneten nicht dieses Gedränge, das man aus anderen Teilen der Welt kennt.

    Und da ist noch etwas: Neuseeland liegt für viele Menschen unglaublich weit weg, und es passiert dort selten etwas Großes. Sicher hat auch dieses Land seine eigenen Probleme, aber es steht mit keinem anderen im Konflikt. Es ist eines der ersten Länder, das jeden neuen Tag begrüßt – und trotzdem hört man kaum je Nachrichten von dort. Stell dir mal vor, die USA wären das erste Land, das den Tag beginnt. Wie viele Neuigkeiten lägen dann schon auf dem Tisch, wenn wir in Europa aufwachen und die Morgennachrichten hören. Diese Stille, dieses Unaufgeregte, hat für mich etwas zutiefst Beruhigendes.

    Ruhe und Frieden

    Wie aus der Reise eine Stickerei wurde

    Nach meiner Zeit in Neuseeland habe ich noch jahrelang täglich an das Land gedacht. Ich habe es wirklich vermisst. Wann genau der Entschluss kam, meine Reisefotos zu sticken, weiß ich gar nicht mehr – die Idee war irgendwann einfach da. Ich glaube, ich wollte meine Reisen auf eine andere Art noch einmal erleben, und so entschied ich mich, meine schönsten Reisefotos zu sticken. Neuseeland war dabei ganz vorne mit dabei, und dieses eine Foto vom Milford Sound sowieso.

    So ist das Milford-Sound-Stickmuster entstanden – mit den emporragenden Bergen, dem funkelnden Wasser und den Steinen am Ufer. Ich habe versucht, genau das einzufangen, was ich an jenem Tag am Ufer gespürt habe.

    Milford Sound Stickerei

    Bis heute war ich leider nicht mehr dort. Aber mein Partner – den ich übrigens damals in Neuseeland kennengelernt habe – und ich haben fest vor, irgendwann zurückzukehren. Vielleicht, wenn unsere Tochter etwas älter ist und so eine Reise zu schätzen weiß. Und ganz ehrlich: Ich träume regelmäßig davon, dass wir eines Tages ganz dorthin ziehen.

    Falls du diesen besonderen Ort auch sticken möchtest, findest du das vollständige Stickmuster in meinem Etsy-Shop. Ich wünsche dir viel Freude dabei, diesen besonderen Ort mit Nadel und Faden entstehen zu lassen.

    Milford Sound Stickerei
  • Blauwal Anhänger sticken

    Blauwal Anhänger sticken

    Mit kostenlosem Stickmuster

    Im Rahmen einer Instagram Challenge habe ich diese beiden Blauwale gestickt – und weil mir das Ergebnis so gut gefallen hat, gibt es hier eine kleine Bilder-Anleitung mit kostenlosem Stickmuster dazu.

    Blauwal Anhänger final

    Das Prinzip ist ähnlich wie beim Sticken von Schmuck-Anhängern aus Stoff – wer das schon kennt, wird sich hier schnell zurechtfinden.

    Materialliste zum Blauwal Anhänger

    Blauwal sticken -Materialliste

    Das Material ist überschaubar. Du brauchst Stickgarn in Grau- und Blautönen – einen hellen Ton für den Bauch des Wals und einen dunkleren für den Rest des Körpers. Außerdem schwarzes und weißes Stickgarn für die Augen.

    Dazu brauchst du:

    • Festeren Stoff wie Jeans, Kunstleder oder Filzplatten
    • Stickschere
    • Sticknadel
    • Stoffschere
    • Das kostenlose Stickmuster – hier herunterladen
    • Eine Schmuckzange
    • Schmuckzubehör je nach gewünschtem Ergebnis: Ketten, Verschlüsse, Ohrhaken, Ringe zum Verbinden usw.

    Arbeitsaufwand: Das hängt vor allem vom Stoff ab. Auf Filzplatten – die ich hier verwendet habe – lässt es sich deutlich leichter sticken als auf festem Stoff. Pro Wal habe ich etwa 45 bis 60 Minuten gebraucht.

    Anleitung

    Drucke das Stickmuster in der gewünschten Größe aus und schneide den Stoff zu. Damit der Wal am Ende fest und stabil ist, empfehle ich den Stoff doppelt zu legen.

    Befestige zunächst den Ring am Kopf des Wals, über den du ihn später mit Ohrhaken oder Kette verbindest. Fädel dafür den Faden in die Sticknadel, steche am oberen Ende des Stoffes ein, ziehe den Faden durch den Ring und wieder zurück in den Stoff – direkt neben der ersten Einstichstelle. Umwickle den Ring dann mit dem Stickgarn:

    Blauwal Anhänger sticken - Ring feststicken

    Bevor du mit dem eigentlichen Sticken beginnst, stickst du eine Hilfslinie auf den Stoff, die den Bauchbereich vom Rest des Körpers trennt. Das verbindet gleichzeitig die beiden Stofflagen und verhindert, dass sie beim Sticken verrutschen:

    Blauwal sticken - durchgehende Linie sticken

    Nun beginnst du mit dem Hauptteil des Wals – also dem dunklen Bereich. Steche am oberen Ende direkt am Ring ein, ziehe den Faden durch und steche direkt daneben wieder ein. So umrandest du den Rand des Stoffes und arbeitest dich Stück für Stück bis zur Schwanzflosse vor:

    Blauwal sticken

    Bei den Flossen – Rücken, Schwanz und Bauch – ist es wichtig, auch die Spitzen vollständig zu bedecken. Hier musst du etwas kreuz und quer sticken: mal von der Seite, mal von weiter oben, bis die Fläche geschlossen ist.

    Rückenflosse:

    Blauwal sticken -Rückenflosse sticken

    Schwanzflosse:

    Blauwal sticken -Schwanzflosse sticken

    Bauchflosse: Bevor du die Bauchflosse bestickst, stickst du zuerst den Bauchbereich mit der helleren Garnfarbe fertig und spare den Bereich für die Flosse dabei aus:

    Blauwal Anhänger -grauer Bauch zuerst sticken

    Dann bestickst du die Bauchflosse mit der dunklen Farbe:

    Blauwal Anhänger sticken -Bauchflosse sticken

    Zum Schluss kommen die Augen. Stich mehrmals mit schwarzem Garn ein, um einen dunklen Punkt zu erzeugen, und setze dann einen kleinen weißen Punkt mit weißem Garn darauf:

    Blauwal - Augen sticken

    Tipp: Lass den Faden immer unter der bereits bestickten Fläche verschwinden und schneide ihn mit der Stickschere kurz ab – so ist er kaum noch sichtbar. Dasselbe gilt, wenn du den Faden von einer Stelle zur nächsten führen möchtest. So vermeidest du unschöne Stiche auf der Rückseite:

    Blauwal Anhänger sticken - Nadel durchziehen

    Jetzt musst du nur noch mit der Schmuckzange eine Kette, einen Anhänger oder einen Ohrhaken anbringen – und fertig ist dein Blauwal!

    Blauwal sticken Anhänger

    Viel Spaß beim Sticken! Wenn du Fragen, Anregungen oder Kritik hast, hinterlass mir gern einen Kommentar. Und wenn du das Ergebnis teilen möchtest, tagge mich gern auf Instagram mit @theartisanswhisper. 🙂

    Und wenn du weitere tolle und hochwertige Stickmuster suchst, schau mal in meinem Etsy Shop vorbei.

    Möchtest du noch weitere Schmuck Ideen haben, schau mal hier:

  • Wunderschöne Kettenanhänger aus Kork basteln

    Wunderschöne Kettenanhänger aus Kork basteln

    Kork ist ein erstaunlich vielseitiges Material – weit über seinen eigentlichen Zweck hinaus. Wer schon mal in Portugal war, weiß das: Portugal ist weltweit der größte Kork-Produzent, und besonders in Lissabon findet man Hüte, Portemonnaies und Schmuck aus Kork an jeder Ecke. Irgendwann hatte ich die Idee, Kork selbst zu besticken – zuerst als Ohrringe, dann als Kettenanhänger. Und das Ergebnis hat mich selbst überrascht.

    Korken Anhänger -fertig

    Wie du deine eigenen Kettenanhänger aus Korken basteln kannst, kannst du jetzt in diesem Beitrag lesen.

    Materialien

    Das Wichtigste ist der Kork selbst – ein normaler Weinkorken funktioniert gut. Entscheidend ist, dass er weich und grobfaserig ist, damit die Nadel problemlos eindringt.

    Korken Anhänger - Beschaffenheit testen

    Außerdem brauchst du:

    • Stickgarn in den Farben deiner Wahl
    • Eine Schere oder Stickschere
    • Kettelstifte in Gold, Silber oder Kupfer – oder alternativ Schmuck-Haken mit Gewinde zum Eindrehen
    • Ringe als Verbindungsstück (passend zur Metallfarbe)
    • Ketten und Kettenverschlüsse
    • Eine Schmuckzange oder Flachspitzzange
    • Ein scharfes Messer
    • Eine stabile Unterlage zum Zuschneiden
    • Eine stabile, aber dünne Sticknadel
    Korken Anhänger -benötigte Materialien

    Arbeitsaufwand: Je nach Umfang des Stickmusters etwa 1 bis 2 Stunden pro Anhänger. Das Zuschneiden selbst geht schnell.

    Kettenanhänger aus Korken basteln: So wird’s gemacht

    Schneide den Korken der Länge nach mit einem scharfen Messer in schmale Streifen. Kork lässt sich gut verarbeiten und ist stabiler als man denkt.

    Korken Anhänger -Korken durchschneiden

    Anschließend kannst du die Streifen in eine gewünschte Form zuschneiden – rund, oval, rechteckig, frei geformt.

    Korken Anhänger -Zurechtschneiden

    Den Schmuck-Haken, an dem später die Kette hängt, kannst du entweder vorher in den Kork eindrehen oder danach einsetzen. Ich habe einen Kettelstift zu einem Haken zurechtgebogen und ihn direkt in den Kork gesteckt – das funktioniert gut und sitzt fest.

    Jetzt kommt der schönste Teil: Sticke in den Farben und Mustern deiner Wahl rund um das Kork-Plättchen. Es gibt keine Vorgaben – ob geometrische Muster, bunte Streifen oder wilde Kombinationen, alles ist möglich.

    Korken Anhänger -besticken
    Korken Anhänger -Zwischenschritt
    Korken Anhänger -Zwischenschritt

    Zum Schluss hängst du eine Kette deiner Wahl an den fertigen Anhänger – und fertig ist dein Kettenanhänger aus Kork.

    Kork-Anhänger - fertig

    Wenn du das Ergebnis teilen möchtest, zeig es gern auf Instagram und tagge mich mit @theartisanswhisper. 🙂

  • Sticktechnik Wickelstich lernen

    Sticktechnik Wickelstich lernen

    Für tierisch süße Locken

    Vor einigen Jahren unternahm ich einen Roadtrip durch Island. Unterwegs habe ich unter anderem ein süßes Schaf-Pärchen fotografiert – diese zwei wolligen Gesellen haben es mir sofort angetan.

    Schafe auf Island

    Neulich habe ich die beiden dann nachgestickt, mithilfe eines sogenannten Wickelstichs. Und das ist dabei herausgekommen:

    Wickelstich fertig

    Sieht schön flauschig aus, oder? Genau dafür ist dieser Stich nämlich perfekt. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du den Wickelstich (englisch: Bullion Knot) selbst hinbekommst. Keine Sorge – wenn du den Dreh einmal raushast, ist er gar nicht so schwer. Es kommt nur auf die richtige Technik an.

    Wie der Wickelstich funktioniert

    Das Wichtigste zuerst: Dein Faden sollte großzügig lang sein, denn er wird gleich mehrfach um die Nadel gewickelt. Wie lang du den Stich am Ende machst, bleibt dir überlassen – außer der Länge deiner Nadel sind dir da kaum Grenzen gesetzt.

    So gehst du vor: Mach zunächst einen Knoten ans Fadenende. Dann stichst du an der Stelle aus, an der der Wickelstich enden soll (A) – nicht dort, wo er anfängt. Anschließend stichst du an der Stelle ein, an der er beginnen soll (B), und kommst direkt wieder in der Nähe von A heraus (C). Die Nadel ziehst du dabei aber noch nicht ganz durch. Jetzt wickelst du den Faden so oft um die Nadel, wie dein Wickelstich lang werden soll (D).

    Wickelstich -Anleitung

    Hast du die gewünschte Länge erreicht, ziehst du die Nadel vollständig durch. Jetzt ist ein wenig Zuppeln und Ziehen angesagt: Rücke den Faden so zurecht, dass am Ende eine gleichmäßige, saubere Wicklung entsteht.

    Zum Schluss stichst du direkt neben B ein, um den Wickelstich zu fixieren. Und das war’s auch schon – fertig ist dein Wickelstich!

    Wickelstich -Anleitung

    Falls dir die Bilder-Anleitung an einer Stelle unklar ist, habe ich den Wickelstich auch noch einmal in einem kurzen Video festgehalten:

    Wofür sich der Wickelstich eignet

    Wie du an meinen Schafen siehst, ist dieser Stich ideal für alles Flauschige und Lockige: Schafsfell, Haare und Locken, aber auch Dinge wie die Rohrkolben von Schilfgras. Wenn du ihn einmal beherrschst, kannst du deinen Werken einen wunderbar plastischen, dreidimensionalen Effekt geben.

    Ein kleiner Trick für noch mehr Lockigkeit: Wickle den Faden länger, als die eigentliche Stichlänge ist. Dann dreht sich die „Locke“ stärker in sich – und wirkt noch verspielter.

    Schön kombinieren lässt sich der Wickelstich übrigens mit französischen Knoten dazwischen – das gibt dem Ganzen noch mal einen besonderen Touch.

    Ich hoffe, die Anleitung hilft dir weiter! Wenn du Fragen oder Anregungen hast, hinterlass mir gern einen Kommentar.

    Lust, den Wickelstich gleich auszuprobieren?

    Wenn du den Stich an einem richtigen Projekt anwenden möchtest, habe ich genau das Richtige: ein Stickbild vom Mount Cook in Neuseeland, bei dem der Wickelstich für die Vegetation zum Einsatz kommt. Das vollständige Stickmuster mit Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du hier in meinen Anleitungen von Crazy-Patterns 

    Mount Cook Stickerei